Der ORF-Stiftungsrat, unter dem Vorsitz von Heinz Lederer, bestellte in seiner Plenarsitzung am Dienstag, dem 11. August 2026, die vom designierten ORF-Generaldirektor Dr. Clemens Pig vorgeschlagenen Direktorinnen bzw. Direktoren. Es sind dies: Mag.a Silvia Lieb als Direktorin für „Finanzen und Verwaltung“, Michael Krön als Direktor für „Programm und Brands“, Dr.in Angelika Simma-Wallinger, MSc als Direktorin für „Audience und Plattformen“ und Dr. Harald Kräuter als Direktor für „Technologie und Innovation“.
Die Funktionsperiode beginnt am 1. Jänner 2027 und endet am 31. Dezember 2031.
Dr. Clemens Pig: „Ich habe nach einem professionellen Auswahlprozess mit Begleitung durch externe Recruiting-Fachleute die besten Köpfe für die ausgeschriebenen Funktionen vorgeschlagen und freue mich sehr über die große Mehrheit im Stiftungsrat, mit der nun mein Team bestellt wurde. Gemeinsam mit den hochkompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses werden mein Direktorium und ich den ORF in eine starke Zukunft führen. Ich freue mich auf eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit im Sinne unseres Souveräns, des Publikums.“
Mag.a Silvia Lieb, Direktorin für „Finanzen und Verwaltung“
Silvia Lieb: „Ich freue mich darauf, mich in meiner neuen Rolle als Finanzdirektorin mit voller Kraft dafür einzusetzen, die wirtschaftliche Stabilität und Handlungsfähigkeit des ORF nachhaltig zu sichern – und damit eine wesentliche Voraussetzung für seine publizistische Unabhängigkeit und seine gesellschaftliche Wirkung zu schaffen. Gerade anspruchsvolle Veränderungsprozesse bieten die größte Chance, Organisationen nachhaltig stärker zu machen.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Silvia Lieb.
Silvia Lieb ist eine erfahrene Medienmanagerin und Finanzexpertin mit österreichweiter Expertise in allen Mediengattungen. Sie wurde 1970 in Tirol geboren und studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Innsbruck. Ab 1998 war sie bei der Moser Holding tätig, ab 2004 war sie Mitglied des Vorstands (CFO/COO). 2024 wurde sie Vorstandsvorsitzende (CEO) der Moser Holding, womit sie eines der führenden Medienunternehmen des Landes im Bereich Regionalmedien in Print, Radio, TV und Online mit einem Jahresumsatz von mehr als 200 Millionen Euro, mehr als 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mehr als 100 Standorten managte. Fachwissen, ein starkes berufliches Netzwerk und eine hohe Transformationskompetenz brachte sie auch in zahlreichen Non-Executive Funktionen ein, etwa als Präsidiumsmitglied des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ), Vizepräsidentin der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK), Präsidentin der Tiroler Journalismusakademie (TJA) sowie Präsidentin des Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ) in Tirol.
Michael Krön, Direktor für „Programm und Brands“
Michael Krön: „Der ORF gehört allen Österreicherinnen und Österreichern, nicht nur jenen, die sich am lautesten Gehör verschaffen. Nur ein ORF, der wirklich zuhört, kann den Ton des gesellschaftlichen Diskurses so setzen, dass sich alle darin wiederfinden. Ich freue mich auf die Arbeit als Direktor für ‚Programm und Brands‘, weil ich überzeugt bin, dass die Antwort auf die größte Vertrauenskrise der ORF-Geschichte nicht Rückzug oder Verkleinerung sein darf, sondern konsequente Qualität, Verantwortung und Nähe zum Publikum. Diese Aufgabe will ich mit meiner ganzen Expertise und Energie, aber auch mit Lust und Freude erfüllen."
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Michael Krön.
Michael Krön, geboren 1972 in Wien, ist seit mehr als 25 Jahren beim ORF tätig, mit Stationen in Sport, Information sowie Bildung und Zeitgeschehen. Von 2012 bis 2018 leitete er Programmentwicklung und Qualitätsmanagement für Information, Dokumentation, Sport und Kultur, ab 2018 war er in der Programmdirektion für die Finanzen zuständig und für die Beziehung des ORF mit der österreichischen Filmwirtschaft. Seit 2020 tat er das als Gesamtprokurist. Im Dezember 2021 wurde Krön mit der Funktion des Chefproducers betraut. Mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führt er seitdem die gesamte multimediale Programmwirtschaft des ORF. Zusätzlich verantwortete Krön 2025/2026 als Executive Producer den Eurovision Song Contest in Wien. Michael Krön ist verheiratet und Vater von vier Kindern.
Dr.in Angelika Simma-Wallinger, MSc, Direktorin für „Audience und Plattformen“
Angelika Simma-Wallinger: „Ich bedanke mich für das Vertrauen, künftig einen zentralen Bereich für die digitale Transformation des ORF verantworten zu dürfen. Wir haben in Zeiten absichtlicher Desinformation und Filter-Bubbles als öffentlich-rechtlicher Rundfunk eine wesentliche Rolle für das demokratische Zusammenleben. Damit wir auch in Zukunft so relevant wie heute sind, müssen die unverwechselbaren Produkte des ORF dort auffindbar sein, wo das Publikum sie sucht. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Clemens Pig, mit großartigen Mitarbeitenden in der neuen Direktion ‚Audience und Plattformen‘ und mit allen Kolleginnen und Kollegen der Direktionen, um gemeinsam für alle Zielgruppen ein qualitätsvolles Produkt anzubieten.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Angelika Simma-Wallinger.
Angelika Simma-Wallinger ist seit 2022 Chefredakteurin des ORF Vorarlberg und verantwortet in dieser Funktion die redaktionellen Inhalte in Radio, TV und Online, sowie deren erfolgreiche Weiterentwicklung für die Nutzung auf Plattformen. Die promovierte Politikwissenschafterin verfügt über drei Jahrzehnte journalistische und kommunikationsstrategische Erfahrung. Nach 16 Jahren in unterschiedlichen Rollen im ORF leitete sie zwischen 2015 und 2019 die Kommunikation und Brand-Entwicklung der Caritas Österreich, ab 2019 und bis zu ihrem Wiedereintritt in den ORF war sie als Hochschullehrerin für mediale Gestaltung an der FH Vorarlberg tätig.
Dr. Harald Kräuter, Direktor für „Technologie und Innovation“
Harald Kräuter: „Ich bedanke mich für das von Clemens Pig und dem Stiftungsrat ausgesprochene Vertrauen und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit in einem wirklich starken Team. Die kommenden Jahre bringen große Herausforderungen für den ORF, die wir als Geschäftsführung und auch im europäischen Verbund mit der EBU nur gemeinsam lösen werden können. Es freut mich, die begonnene Transformation der Technischen Direktion in eine Direktion für ‚Technologie und Innovation‘ konsequent fortsetzen zu dürfen."
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild:Harald Kräuter.
Harald Kräuter, geboren 1970 in Klagenfurt, ist seit 1990 im ORF tätig. Nach der HTL für Nachrichtentechnik und Elektronik studierte er Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienökonomie und promovierte an der Universität Wien mit einer Arbeit zur Einführung von HDTV in Österreich. Er war Tonmeister im ORF-Hörfunk, leitete die Technik im Landesstudio Niederösterreich sowie das Technische Facility Management und das Investitionsmanagement der Technischen Direktion. Von 2013 bis 2021 führte er als Geschäftsführer die ORF-Tochter GIS. Seit 2022 ist er ORF-Direktor für Technik und Digitalisierung und Mitglied der Geschäftsführung. Seit 2024 ist er Mitglied des Technical Committees der EBU.
11. August 2026, 15.42 Uhr
Der ORF-Stiftungsrat, unter dem Vorsitz von Heinz Lederer, bestellte in seiner Plenarsitzung am Dienstag, dem 11. August 2026, mit großer Mehrheit die vom designierten ORF-Generaldirektor Dr. Clemens Pig vorgeschlagenen Landesdirektorinnen bzw. Landesdirektoren. Wiederbestellt wurden: Mag. Werner Herics (Burgenland), Alexander Hofer (Niederösterreich), Klaus Obereder (Oberösterreich), Esther Mitterstieler (Tirol) und Edgar Weinzettl (Wien). Neu bestellt wurden: Martin Weberhofer (Kärnten), Gerd Schneider (Salzburg), Sigrid Hroch (Steiermark) und Julia Ortner, MA (Vorarlberg).
Die Funktionsperiode beginnt am 1. Jänner 2027 und endet am 31. Dezember 2031.
Dr. Clemens Pig: „Die Landesstudios und deren Programm sind eines der wesentlichen Assets des ORF als Nahversorger der Bundesländer und Impulsgeber für den gesamten ORF. Gemeinsam im Team werden wir an der weiteren Stärkung und Vielfalt unserer Angebote für die Regionen arbeiten. Ich freue mich über die breite Zustimmung zu meinem Team und sehe der Zusammenarbeit mit Freude entgegen.“
Landesdirektor Burgenland: Werner Herics
Werner Herics: „Mit Freude und großem Respekt nehme ich mit meinem hervorragenden Team die Herausforderungen meiner dritten Amtsperiode an. Wir werden weiterhin unser Publikum mit umfassender Information und abwechslungsreicher Unterhaltung versorgen. Mit meinen ausgezeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir gemeinsam auch die digitale Transformation in Zeiten harten Spardrucks meistern. Das Burgenland ist mit seinen zahlreichen Volksgruppen ein besonders vielfältiges Bundesland. Das Programm für die Volksgruppen ist mir ein besonderes Anliegen. Wir werden neue regionale Angebote auf allen Plattformen anbieten, um die burgenländische Gesellschaft in all ihrer Vielfalt abzubilden.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Werner Herics.
Werner Herics wurde 1965 in Oberwart geboren und hat nach Beendigung des Studiums der Geschichte und der Geografie seit 1991 für den ORF im Landesstudio Burgenland und in weiterer Folge als Moderator und Regisseur bei Ö1 gearbeitet. Von 1997 bis 1999 leitete er das ORF-Korrespondentenbüro in Belgrad. Im Auftrag des Außenministeriums war Herics ab 2000 Koordinator der Beratungs- und Ausbildungsprogramme der OSZE für Medien im Kosovo sowie als OSZE-Delegierter im Kosovo und in Mazedonien tätig. 2001 ging er zum ORF zurück, wo er bis 2006 Moderator und Regisseur der Journalsendungen sowie stellvertretender Ö1-Info-Chef war. Von 2007 bis 2010 war Werner Herics Geschäftsführer aller Verlagsbeteiligungen der WAZ in Serbien. Danach war er Vorstand des Verlagshauses RMA (Joint Venture Styria/Moser Holding) in Wien. 2013 kehrte Herics erneut in den ORF zurück, wo er mit der Organisation des zukünftigen Medienstandorts ORF befasst war.
Am 15. September 2016 wurde Werner Herics zum Direktor des Landesstudios Burgenland bestellt und 2021 sowie 2026 bestätigt.
Landesdirektor Kärnten: Martin Weberhofer
Martin Weberhofer: „Gerade in Zeiten von Desinformation, Polarisierung und gesellschaftlicher Verunsicherung ist das Bedürfnis der Menschen nach glaubwürdiger Information, Orientierung und regionaler Verankerung groß. Und genau darin liegt auch die Chance des ORF Kärnten: die unmittelbare Nähe zu den Menschen, die Verankerung in der Region und das Verständnis für die lokale Lebenswelt ist etwas, das internationale Plattformen und globale Medienkonzerne nicht können. Diese besondere Stärke möchte ich mit meinem Team konsequent weiterentwickeln und gleichzeitig die Möglichkeiten der digitalen Transformation aktiv nutzen. Regional verwurzelt, digital führend und menschlich verbunden.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Martin Weberhofer.
Martin Weberhofer wurde 1972 in St. Veit an der Glan geboren. Bereits während seiner Schulzeit schrieb er Artikel für diverse Zeitschriften, nach seiner Matura im Jahr 1991 begann er ein Betriebswirtschaftsstudium an der Uni Klagenfurt und arbeitete parallel als Freier Mitarbeiter im Landesstudio Kärnten. Er gestaltete Beiträge und Sendungen für Radio und Fernsehen, entwickelte On- und Off-Air-Events und war als Moderator und vor allem als Live-Reporter tätig. Seit 2007 war er Programmchef von Radio Kärnten. Er verantwortete die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Senders sowie die Social-Media-Aktivitäten des Landesstudios und etablierte zahlreiche erfolgreiche Programm- und Publikumsinitiativen.
Am 11. August 2026 wurde er zum Landesdirektor des ORF-Landesstudios Kärnten bestellt.
Landesdirektor Niederösterreich: Alexander Hofer
Alexander Hofer: „Ich freue mich, dass ich als Landesdirektor bestätigt wurde und danke sowohl dem Generaldirektor Clemens Pig als auch dem ORF-Stiftungsrat für das entgegengebrachte Vertrauen der Leistungen des ORF Niederösterreich. Unser sehr engagiertes Team ist jeden Tag mit großem Engagement bestrebt, den Menschen in Niederösterreich unverzichtbarer Begleiter durch den Tag zu sein – mit vielfältigen Angeboten in TV, Radio und online. Unser Auftrag wird es sein, die regionale Verankerung des ORF Niederösterreich mit den Möglichkeiten der Digitalisierung weiterzuentwickeln und den sich ändernden Nutzungsanforderungen unseres Publikums verstärkt Rechnung zu tragen, um unsere Partnerschaft mit den Seher:innen, Hörer:innen und User:innen noch weiter zu stärken. Darauf freue ich mich.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Alexander Hofer.
Alexander Hofer, geboren 1972 und Vater von zwei Söhnen, begann seine journalistische Tätigkeit 1992 als Redakteur im Aktuellen Dienst des ORF-Landesstudios Niederösterreich. Von 1999 bis 2007 war Hofer Außenstellenmoderator, Redakteur und Wetter-Präsentator der ORF-2-Vorabendsendung „Willkommen Österreich“. 2007 übernahm er die Redaktionsleitung der TV-Unterhaltung/Gesellschaftsmagazine und die Sendeverantwortung der „Seitenblicke“. Darüber hinaus war er u. a. für TV-Formate wie „9 Plätze – 9 Schätze“ sowie 2015 bis 2018 als Projektleiter für „Guten Morgen Österreich“ verantwortlich. Ab 2014 war er stellvertretender, ab 2019 interimistischer Leiter der ORF-TV-Unterhaltung. Mit Mai 2018 wurde er zum Channelmanager von ORF 2 bestellt. In dieser Funktion verantwortete er u. a. die Einführung zahlreicher erfolgreicher Formate ebenso wie als Landesdirektor des ORF-Landesstudios Niederösterreich, als der Hofer am 23. März 2023 bestellt wurde.
Am 11. August 2026 wurde er in dieser Funktion bestätigt.
Landesdirektor Oberösterreich: Klaus Obereder
Klaus Obereder: „Ich freue mich sehr über meine neuerliche Nominierung als Landesdirektor des ORF Oberösterreich durch den gewählten ORF-Generaldirektor Clemens Pig und über das Vertrauen des Stiftungsrats. In den nächsten fünf Jahren werden mein Team und ich das ORF-Landesstudio Oberösterreich zur vertrauenswürdigsten, relevantesten und digital führenden öffentlich-rechtlichen regionalen Medienplattform des Landes weiterentwickeln. Ziel ist es, den ORF in Oberösterreich mit all seinen Programmen und Ausspielwegen so zu positionieren, dass ihn möglichst viele Landsleute auch in Zukunft als unverzichtbar erachten.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Klaus Obereder.
Klaus Obereder, geboren 1967 in Linz, verheiratet, fünf Kinder, ein Enkelkind. Seit 1. Jänner 2022 Landesdirektor des ORF-Oberösterreich, davor Chefredakteur, Programmmacher, Journalist, Moderator mit umfassender Erfahrung in Führung, Organisation, Programmplanung, redaktioneller Steuerung, strategischer Weiterentwicklung sowie in der Umsetzung komplexer Veränderungsprozesse. Während seines Jus-Studiums (nicht abgeschlossen) sammelte Obereder 1988 erste journalistische Erfahrungen bei den Oberösterreichischen Nachrichten, seit Februar 1989 ist er beim ORF tätig.
Am 11. August 2026 wurde Obereder in der Funktion des Landesdirektors des ORF-Landesstudios Oberösterreich bestätigt.
Landesdirektor Salzburg: Gerd Schneider
Gerd Schneider: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen des ORF-Generaldirektors Clemens Pig und des Stiftungsrats. Die nächsten Jahre werden geprägt sein von großem Engagement und ebensolchen Herausforderungen. Es gilt, den Menschen in Salzburg gemäß unseres Mottos einen ,ORF für alle‘ zu garantieren und dementsprechend unsere regionalen Angebote auf allen Plattformen und für alle Zielgruppen – Stichwort Digitalisierung – weiterzuentwickeln. Der Ansporn des Teams des ORF Salzburg ist es dabei, on und off air die Partnerschaft mit unserem Publikum als unverzichtbarer und unverwechselbarer Begleiter durch den Tag noch mehr zu stärken.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Gerd Schneider.
Gerd Schneider wurde 1964 in Steyr (OÖ) geboren und ist in der Stadt Salzburg aufgewachsen. Seine journalistische Laufbahn hat er 1988 als Praktikant im ORF-Landesstudio Salzburg begonnen und danach alle journalistischen Stationen im Haus absolviert: zunächst als Redakteur für die Journale von Radio Salzburg, dann als Journal-Moderator und Chef vom Dienst im damals noch eigenständig agierenden „Aktuellen Dienst“ im Hörfunk. Ab 1991 arbeitete Schneider dann zusätzlich auch für die damals noch nicht tägliche TV-Sendung „Salzburg heute“, zunächst als Gestalter, später dann 15 Jahre lang auch als Chef vom Dienst. Seit 1. April 2012 ist Schneider Chefredakteur im ORF-Landesstudio Salzburg.
Am 11. August 2026 wurde er zum Landesdirektor des ORF-Landesstudios Salzburg bestellt.
Landesdirektorin Steiermark: Sigrid Hroch
Sigrid Hroch: „Ich freue mich sehr über die Bestellung zur Landesdirektorin als Höhepunkt meiner bald 40-jährigen Berufslaufbahn im ORF Steiermark. Mein Ziel ist es, das ORF-Landesstudio Steiermark gemeinsam mit unserem großartigen Team als führende, regionale Medienplattform zu festigen – mit dem klaren öffentlich-rechtlichen Auftrag: Programm für alle, auf allen Plattformen, jederzeit abrufbar. Nah bei den Menschen, verlässlich in der Information und innovativ in der Umsetzung. Der ORF Steiermark soll der mediale Nahversorger der Menschen in der Steiermark bleiben – dem Publikum verpflichtet, fest in der Region verankert und gleichzeitig weltoffen und digital zukunftsfit.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Sigrid Hroch.
Sigrid Hroch, geboren am 17. Dezember 1966 in Leoben, arbeitet seit 1987 für den ORF Steiermark und ist seit 2008 Programmchefin von Radio Steiermark. In den rund 40 Jahren im steirischen Landesstudio war die Mutter zweier Söhne in fast allen Bereichen des Radio- und TV-Programms erfolgreich aktiv: Als Redakteurin, TV-Sendungsverantwortliche, Radio-Chefin vom Dienst, Flächenverantwortliche, Moderatorin u. a. Sie wirkte als Fernsehjournalistin beim Start von „Steiermark heute“ und gestaltete die Umstellung auf das Flächenradio mit. Markante Stationen ihrer Laufbahn waren u. a. die Berichterstattung über den Slowenienkrieg, die Live-Konzertreihe „Rock Weiß Grün“, die Entwicklung des Musiktalente-Förderprogramms „Take your chance“ sowie zahlreiche Sondersendungen zu diversen Wahlen und Großereignissen. Seit 2013 ist sie ehrenamtlich als Präsidentin des Steirischen Presseclubs tätig.
Am 11. August 2026 wurde sie zur Landesdirektorin des ORF-Landesstudios Steiermark bestellt.
Landesdirektorin Tirol: Esther Mitterstieler
Esther Mitterstieler: „Ich freue mich sehr, das Alpenstudio ORF Tirol mit den Niederlassungen in Innsbruck, Bozen und Lienz weiter in die digitale Zukunft führen zu dürfen. Der Ausbau des regionalen Kompetenz- und Innovationshubs ORF Tirol wird in den nächsten fünf Jahren vorangetrieben. Es ist mir eine Ehre, gemeinsam mit meinem großartigen Team die Menschen auf unterschiedlichen Plattformen über jene Themen zu informieren, die sie bewegen.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Esther Mitterstieler.
Esther Mitterstieler, geboren 1968 in Völs am Schlern, war seit 1994 Journalistin für Zeitungen und Magazine in Italien, Österreich und Deutschland. Sie war Redakteurin bei den „Dolomiten“ in Bozen, bei „Der Standard“ in Wien und Chefredakteurin bei „Wirtschaftsblatt“ und „News“. Außerdem schrieb sie für die deutsche „Börsen-Zeitung“ und die italienische Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“ und berichtete einige Jahre für den Nachrichtensender „n-tv“ aus Wien. Mit Februar 2019 wurde Mitterstieler Ressortleiterin Wirtschaft im ORF-Radio.
Am 16. September 2021 wurde sie zur Landesdirektorin des ORF-Landesstudios Tirol bestellt, am 11. August 2026 in dieser Funktion bestätigt.
Landesdirektorin Vorarlberg: Julia Ortner
Julia Ortner: „In der Region steht der ORF besonders für jene Werte, die uns stark machen: Nähe, Nutzen, öffentlich-rechtliche Qualität der Berichterstattung. Diese Werte möchte ich in der Weiterentwicklung der multimedialen Kompetenz gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in Dornbirn hochhalten. Mit dem Bekenntnis zu Transparenz und Freude am Austausch mit unserem Publikum.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Julia Ortner.
Julia Ortner ist seit 1. April 2024 Redaktionsleiterin von ORF.at. Zuvor war sie Redakteurin des „Report“, der „ZIB 2“ und mehrerer Zeitungen, mehrfach Ressortleiterin und stv. Chefredakteurin des Magazins „News“. Die vielfach ausgezeichnete Journalistin – u. a. Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis 2012, Nominierung Kurier-ROMY-Branchenpreise 2022 oder MedienLöwe 2025 – lehrt Medienethik an der FH Wien und war von 2021–2025 Vorsitzende der Initiative für Qualität im Journalismus.
Am 11. August 2026 wurde sie zur Landesdirektorin des ORF-Landesstudios Vorarlberg bestellt.
Landesdirektor Wien: Edgar Weinzettl
Edgar Weinzettl: „Ich freue mich riesig über das mir entgegengebrachte Vertrauen, das ORF-Landesstudio Wien eine weitere Funktionsperiode leiten zu dürfen. Ich gehe mit großem Respekt an die vor uns liegenden Aufgaben heran und bin fest entschlossen, den ORF Wien am kompetitivsten Medienmarkt Österreichs erfolgreich als Plattform der Gesellschaft weiterzuentwickeln. Dabei zählen Regionalität und Live-Charakter zu jenen Stärken, die uns als multimedialer Nahversorger für unser Publikum im Großraum Wien unersetzbar und unverwechselbar machen.“
ORF/Thomas Ramstorfer
Im Bild: Edgar Weinzettl.
Edgar Weinzettl, geboren 1965 in St. Pölten, sammelte nach der Matura erste Medienerfahrungen bei diversen Zeitungen, Kultur- und Medienprojekten in Niederösterreich. Daneben studierte er Rechts- und Politikwissenschaften in Wien (1995 Einreichung Diplomarbeit zum Thema: „kommunale Kulturpolitik“ – nicht abgeschlossen). Nach dem Zivildienst kam er ins Landesstudio Wien. 2002 wurde Weinzettl Leiter der Radio-Wien-Wortredaktion. 2012 wechselte er in die ORF-Hörfunkinformation als Ressortleiter der ORF Radio-Innenpolitik-Redaktion.
Am 16. September 2021 wurde er zum Landesdirektor des ORF-Landesstudios Wien bestellt, am 11. August 2026 in dieser Funktion bestätigt.
12. August 2026, 12.36 Uhr
Der ORF-Stiftungsrat hat in seiner Plenarsitzung am Dienstag, dem 11. August 2026, unter dem Vorsitz von Heinz Lederer den von ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher vorgelegten Jahres- und Konzernabschluss des ORF 2025 mit großer Mehrheit genehmigt. Sowohl der ORF als auch der ORF-Konzern bilanzieren positiv. Die Generaldirektorin informierte das Gremium außerdem über die hervorragenden Reichweiten und Marktanteile des ORF in Radio, Fernsehen und Online sowie die Empfehlungen des ORF-Transparenz-Beirats. Weiters wurde Mag. Bettina Parschalk zur Geschäftsführerin der ORF-Beitrags Service GmbH bestellt, Mag. Matthias Seiringer zum interimistischen Geschäftsführer der ORF-Enterprise.
ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher: „Wir konnten den Stiftungsrat heute darüber informieren, dass der ORF programmlich auf Kurs ist: Das ORF-Fernsehen verzeichnet 2026 bisher die höchsten Marktanteile und Reichweiten seit Jahren. Auch im Radio und online ist der ORF eindeutiger Marktführer. Wirtschaftlich konnte der ORF trotz der äußerst angespannten Rahmenbedingungen das Jahr 2025 positiv abschließen. Weiters konnte der ORF auch in den offenen Compliance-Fragen einige wichtige Entscheidungen treffen und umsetzen. Wesentliche Grundlagen dafür hat der von mir im März eingesetzte Transparenz-Beirat geliefert, dessen Empfehlungen nun vorliegen. Der ORF analysiert sie sehr genau und wird darauf aufbauend Maßnahmen zur weiteren Verbesserung seiner Compliance- und Governance-Standards setzen!“
Im Rahmen der Sitzung wurde auch über die Finanzierung des ORF diskutiert. Bekanntlich hat die Bundesregierung im Zuge des Budgetprozesses dem ORF die Kompensation für den Entfall des Vorsteuerabzugs gestrichen, wodurch bereits ab 2027 jährlich rund 90 Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen. Da die Einnahmen aus dem ORF-Beitrag trotz umfassender zusätzlicher Sparmaßnahmen nicht ausreichen werden, die voraussichtlichen Nettokosten des öffentlich-rechtlichen Auftrags abzudecken, ergibt sich aus § 31 Abs. 22 ORF-Gesetz eine Verpflichtung der Generaldirektorin, die KommAustria als Regulierungsbehörde darüber in Kenntnis zu setzen. Parallel bereitet der ORF die Einleitung verfassungsrechtlicher Schritte vor. Nach Rechtsauffassung des ORF verstößt die kurzfristige und signifikante Finanzierungsänderung gegen das Europäische Medienfreiheitsgesetz und die verfassungsrechtliche Finanzierungsgarantie. Aufgrund der Kurzfristigkeit dieser Maßnahme muss der ORF sämtliche rechtlichen Verpflichtungen und Handlungsspielräume ausschöpfen. Ungeachtet dessen setzt der ORF weiterhin alles daran, die Finanzierungsvorgaben konsequent umzusetzen. Die Generaldirektorin hat den Stiftungsrat über diese Vorgangsweise informiert.
ORF-Programme Marktführer in Radio, Fernsehen und Online
Die ORF-Senderfamilien sind Marktführer in Fernsehen, Radio und Online. Das ORF Fernsehen erreichte mit einem Marktanteil von 35,8 Prozent und rd. 3,5 Millionen Seherinnen und Sehern täglich (Teletest Jänner–Juli 2026) die besten Werte seit Jahren. Die ORF-Radios erreichen bei einem Marktanteil von 58 Prozent 4,5 Millionen Hörer:innen täglich (Radiotest 2026_2). Das ORF.at-Network verzeichnet 144 Millionen Visits pro Monat (ÖWA 2026/1. HJ).
ORF-Bilanz 2025 positiv
Der ORF-Konzern bilanzierte 2025 mit einem vorläufigen EBT von 15,3 Mio. Ꞓ (2024: 34,7 Mio. Ꞓ) positiv. Das EBT der Muttergesellschaft betrug 0,8 Mio. Ꞓ (2024: 4,3 Mio. Ꞓ). Die Konzern-Umsatzerlöse lagen 2025 bei 1.132,7 Mio. Ꞓ (2024: 1.130,4 Mio. Ꞓ). Die Erlöse aus dem ORF-Beitrag 2025 betrugen 742,4 Mio. Ꞓ (2024: 732,2 Mio. Ꞓ), aus der Werbung 188,8 Mio. Ꞓ (2024: 198,2 Mio. Ꞓ). Sonstige Umsatzerlöse (im Konzern) liegen 2025 bei 200,4 Mio. Euro (2024: 199,4 Mio. Euro). Sonstige Umsatzerlöse (im ORF) liegen 2025 bei 136,6 Mio. Euro (2024: 138,6 Mio. Euro).
Empfehlungen des ORF-Transparenz-Beirates
ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher hatte im März dieses Jahres den ORF-Transparenz-Beirat eingesetzt, dem renommierte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Arbeits- und Sozialrecht, Corporate Governance und Compliance angehörten. Aufgabe des Beirats war die Unterstützung des ORF bei der Aufarbeitung der offenen Compliance-Themen und die Erarbeitung von Empfehlungen zur nachhaltigen strukturellen Verbesserung des ORF in den Bereichen Compliance und Governance. Der Beirat hat seine Arbeit Ende Juni abgeschlossen und dem ORF seinen Bericht samt Empfehlungen übergeben.
Der ORF-Transparenz-Beirat weist auf mehrere miteinander verbundene Entwicklungs- und Verbesserungsfelder in den Bereichen Führung, Compliance, Governance und Unternehmenskultur hin, in denen er Handlungsbedarf beim ORF sieht. Zugleich hält der Beirat positiv fest, dass seit dem Führungswechsel bereits wesentliche Schritte zur Aufarbeitung der offenen Compliance-Fragen gesetzt wurden und ein neuer „Tone from the top“ wahrnehmbar sei.
Der ORF-Transparenz-Beirat identifiziert zusammengefasst Empfehlungen in drei zentralen Handlungsfeldern für eine nachhaltige Weiterentwicklung des ORF:
Compliance wirksam stärken:
Die bestehenden Strukturen sind zu einem unabhängigen, ausreichend ausgestatteten und risikoorientierten Compliance-Gesamtsystem weiterzuentwickeln – einschließlich der Möglichkeit externer Untersuchungs- und Ombudsstellen für sensible Fälle sowie wirksamer Schutzmechanismen für Meldende.
Klare Regeln, Verantwortung und Konsequenzen:
Respekt, Integrität, Unabhängigkeit und Verantwortungsübernahme sind als klare Führungsmaßstäbe zu verankern; Fehlverhalten ist fair, zügig und nachvollziehbar zu sanktionieren.
Integritäts- und Führungskultur verbindlich etablieren:
Dienstverträge, Zielvereinbarungen und Vergütung sollen transparenter und einheitlicher nach überprüfbaren Standards gestaltet werden; ein klarer Code of Conduct soll die zentralen Verhaltensregeln verbindlich zusammenführen.
Geschäftsführer:in von OBS und ORF-Enterprise bestellt
Weiters hat der Stiftungsrat auf Vorschlag von Generaldirektorin Ingrid Thurnher Matthias Seiringer als interimistischen Geschäftsführer der ORF-Enterprise sowie die bisherige interimistische Geschäftsführerin der OBS Bettina Parschalk, als definitive Geschäftsführerin der ORF-Beitrags Service GmbH bestellt.
Bettina Parschalk: „Ich danke für das Vertrauen und freue mich sehr, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit dem OBS-Team fortzusetzen. Unser Ziel ist es, die OBS als moderne, serviceorientierte und publikumsnahe Organisation weiterzuentwickeln. Verlässlichkeit, hohe Servicequalität sowie die konsequente Orientierung an den Anliegen der Menschen stehen dabei im Mittelpunkt unseres Handelns.“
Mag.a Bettina Parschalk ist seit 2025 interimistische Geschäftsführerin der OBS und setzte wesentliche Schritte zur Weiterentwicklung und Modernisierung des Unternehmens. Parschalk verfügt über langjährige Führungserfahrung im ORF in unterschiedlichen Managementfunktionen. Vor ihrem Wechsel zur OBS war sie seit 2011 als operative Leiterin und Prokuristin der ORF-KONTAKT für die zentrale Serviceorganisation des ORF verantwortlich. Ihre beruflichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Kundenservice, Kommunikation, Prozess- und Organisationsentwicklung sowie digitale Transformation.
Matthias Seiringer: „Der Werbe- und Agenturmarkt befindet sich in einer herausfordernden Phase, in welcher Stabilität und Vertrauen besonders wichtig sind. Ich freue ich mich, mein Knowhow aus rund zwei Jahrzehnten Digital-Vermarktung in den Transformationsprozess des Unternehmens direkt einbringen zu können und die ORF-Enterprise für die zukünftigen Herausforderungen optimal auszurichten.“
Matthias Seiringer absolvierte seinen Magister (FH) in Management und Recht am MCI in Innsbruck, startete seine berufliche Laufbahn bei Sport 1 (damals DSF in München) und wechselte anschließend zu LAOLA1. 2009 stieg er bei der ORF-Enterprise als Account Manager ein und wurde 2012 zum Head of Sales Digital berufen. In dieser Funktion verantwortete er unter anderem die Vermarktung des ORF.at-Networks.