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KI-Guidelines

ORF

ORF veröffentlicht KI-Guidelines

Richtlinien ermöglichen verantwortungsvollen Einsatz von KI-Technologien, steigern Effizienz und stärken die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung
Im ORF wurde das Thema künstliche Intelligenz frühzeitig als Unternehmensschwerpunkt verankert. Unter Federführung der ORF-Direktion für Technik und Digitalisierung setzt sich der ORF daher bereits seit Jahren intensiv damit auseinander und nutzt die Chancen neuer Technologien für Effizienzsteigerungen und weitere Optimierungen des Programmangebots: Im vergangenen Jahr hat der ORF mit seiner selbstentwickelten KI-Software „AiDitor“ den europäischen Technologie- und Innovations-Award der European Broadcast Union (EBU) gewonnen, mit dem herausragende technische Lösungen von Medienunternehmen ausgezeichnet werden, und damit seine Vorreiterrolle in Europa im Bereich Innovation unterstrichen. Mit den nun vorgelegten KI-Guidelines folgt der nächste Schritt in der ambitionierten KI-Strategie des ORF: Damit sollen der verstärkte Einsatz von KI im Unternehmen ermöglicht, effiziente neue Arbeitsweisen gefördert und die Belegschaft weiter für das Thema sensibilisiert werden. Die KI-Richtlinien des ORF stehen unter dem Motto „Chancen nutzen, Verantwortung übernehmen“ und unterstreichen dessen Rolle als innovatives Technologieunternehmen und als glaubwürdige Informationsquelle.  
In seinen KI-Guidelines, die für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für externe Partner gleichermaßen gelten, verpflichtet sich der ORF zu einem transparenten Umgang beim Einsatz von KI-Technologien und zur Wahrung höchster öffentlich-rechtlicher Qualitätsstandards in der Berichterstattung. Um diese lückenlos garantieren zu können, erfolgt der Einsatz von KI stets im Einklang mit den Werten und den hohen redaktionellen Ansprüchen des ORF (etwa im Hinblick auf Äquidistanz, Unvoreingenommenheit, Schutz der Privatsphäre u. a.). Weiters setzt der ORF auf die strikte Einhaltung der journalistischen Sorgfaltspflicht sowie auf die stete Wahrung der Authentizität des multimedialen Programmangebots. Der ORF verfolgt dabei das Human-in-the-Loop-Prinzip, das die Einbeziehung des Menschen in KI-Anwendungsfälle vorsieht, womit die redaktionelle Hoheit und die Letztverantwortung für das Programm auch weiterhin bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ORF liegt.

Vielfältiges Engagement im Bereich KI 

Die KI-Guidelines des ORF unterscheiden zwischen Anwendungsfällen in den Bereichen Redaktionelle Inhalte, Informationsinhalte und Nicht redaktionelle Bereiche, für die im Detail jeweils eigene Handlungsanweisungendefiniert wurden. Für die Beurteilung, ob der Einsatz von KI-Tools unter Beachtung der Grundsätze aus den ORF KI-Guidelines in der Praxis möglich ist, wird ein Ampel-System etabliert. Neue, potenzielle KI-Einsatzmöglichkeiten werden vierteljährlich von einem eigens eingesetzten KI-Board evaluiert, das auch die Guidelines bei Bedarf regelmäßig weiterentwickelt. Im Umgang mit KI möchte der ORF die Eigenverantwortung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken, was Neugierde und Technologieoffenheit der Belegschaft ebenso voraussetzt wie die niederschwellige Verfügbarkeit wettbewerbsfähiger KI-Technologien und entsprechendes Anwenderwissen, das der ORF laufend mit den „AI Days“, einer internen Veranstaltungsreihe, bei der sich Kolleginnen und Kollegen über die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet austauschen können, sowie mit zielgerichteten Schulungsangeboten fördert. 

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