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Die neu gewählte ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher präsentierte die Arbeits- und Programmschwerpunkte der kommenden Monate am Freitag, dem 24. April 2026, im Rahmen eines Pressegesprächs am ORF-Mediencampus.
ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher: „Gestern hat mich der Stiftungsrat zur Generaldirektorin des ORF bis Ende des Jahres gewählt. Für dieses Vertrauen danke ich. Ich nehme diese Aufgabe mit großem Respekt an: vor diesem Haus, vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vor den Menschen in Österreich. Es gibt den ORF der Schlagzeilen der letzten Wochen. Und es gibt den ORF, den die Menschen jeden Tag erleben. Zum ersten gehört die Pflicht zur Aufarbeitung. Klar, konsequent und ohne Ausweichen. Dafür haben wir Strukturen geschaffen. Der Transparenz-Beirat arbeitet bereits, erste Empfehlungen wurden umgesetzt. Und es gibt unseren ORF. Den ORF, dem das Publikum jeden Tag sein Vertrauen schenkt. 7,1 Millionen Menschen in Österreich nutzen pro Woche zumindest ein ORF-Angebot. 76 Prozent sagen, dass die Mehrheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gute Arbeit leistet. Meine Aufgabe ist jetzt, beides zusammenzubringen: konsequente Aufarbeitung und verlässliche Auftragserfüllung. Dafür bin ich gewählt worden. Dafür übernehme ich Verantwortung. Damit der ORF wieder mit seinem hervorragenden Programm in den Schlagzeilen ist und nicht mit den Themen der letzten Wochen. Mit den großen Programmevents, die bevorstehen – vom ESC 2026 über die Fußball-WM bis zum ORF-Kultursommer und vielem mehr –, werden wir zeigen, wofür der ORF steht: Für das beste Programm aus Information, Kultur, Sport und Unterhaltung. Wir stellen jetzt die Weichen für die Zukunft des ORF.“
Ingrid Thurnher wurde vom ORF-Stiftungsrat mit einer großen Mehrheit von 31 Stimmen gewählt. Das von ihr vorgelegte Konzept trägt den Titel „Weichen stellen“. Darin hat die Generaldirektorin die folgenden sechs strategischen Weichenstellungen bis Jahresende definiert:
  • Vertrauen durch Transparenz und Konsequenz zurückgewinnen: Nachhaltige Aufarbeitung aller offenen Compliance-Themen
  • bedingungslose Publikumsorientierung: Das Publikum muss im Mittelpunkt aller Programmvorhaben stehen
  • eine klare Positionierung des ORF und die Definition seiner Bedeutung für nationale Identität, Demokratie, Wirtschaft und Kultur
  • Programmrichtlinien für morgen schaffen: Weiterentwicklung der ORF-Programmrichtlinien
  • Brand & Content: Zielgruppenspezifische Positionierung der ORF-Marken und Inhalte
  • Programm, das verbindet: Relevantes Programm auf allen Plattformen und in allen Genres

Programmlich auf Kurs – hohe Nutzungszahlen für „ORF für alle“

Trotz der schwierigen Zeiten ist der ORF programmlich auf Kurs. Die Nutzung der ORF-Programme in Radio, Fernsehen und Online ist ungebrochen hoch:
Im Fernsehen startete die ORF-Senderflotte mit 39,4 Prozent Marktanteil im Jänner, 40,4 Prozent im Februar und 35,7 Prozent im März extrem erfolgreich ins Jahr 2026. Im auflaufenden Jahr (Jänner bis April) liegt die ORF-Gruppe mit 37,4 Prozent Marktanteil auf Rekordkurs seit dem Jahr 2013 – und das vor den Highlights ESC und Fußball-WM!
Mehr als vier Millionen verfolgten rund 45 Stunden Programm in 100 Sendungen zum Iran und 1,3 Millionen sahen den umfassenden Info-Abend zum Thema „Ein Jahr Bundesregierung“. Mit den Olympischen Winterspielen lieferte der ORF mit 6,1 Millionen Zuseherinnen und Zusehern die bisher erfolgreichste Olympia-Übertragung (AGTT/GfK TELETEST Zensus, Nutzung in Österreich).
Im Radio bleibt der ORF weiterhin stark: Sechs von zehn gehörten Radiominuten entfallen auf die ORF-Radios. Das entspricht einem Marktanteil von 60 Prozent. Mit einer Tagesreichweite von 55,1 Prozent erreichen die nationalen und regionalen ORF-Radioangebote insgesamt 4,5 Millionen in Österreich lebende Menschen täglich (Radiotest 2025_4).
Im Online-Bereich verzeichnet das ORF.at-Network im 1. Quartal 2026 pro Monat im Schnitt 147,89 Mio. Visits und ist damit das das stärkste Dachangebot in der ÖWA. ORF-Video-Streams (live und on demand) verzeichnen im 1. Quartal 2026 pro Monat im Schnitt 19,4 Mio. Nettoviews (zusammenhängende Nutzungsvorgänge), 139,5 Mio. Bruttoviews (Videostarts) und 677 Mio. Nutzungsminuten – das bedeutet bei allen drei Kennzahlen den höchsten Quartalswert seit Einführung der Online-Bewegtbild-Messung im Jahr 2017 (AGTT/GfK TELETEST Zensus, Nutzung in Österreich). Und 860.000 Österreicherinnen und Österreicher ab 14 Jahren lesen den ORF TELETEXT täglich (ORF TELETEXT-Studie / INTEGRAL, März 2026).
Insgesamt erreicht der ORF (beinahe) alle: Durchschnittlich 7,1 Mio. oder 90,9 Prozent aller Österreicher:innen ab 14 nutzen pro Woche zumindest ein ORF-Angebot, sei es ORF-TV, ORF-Radio, ORF Internet etc.
Auch das Vertrauen des Publikums ist hoch, wie eine aktuelle Blitzumfrage des ORF ergeben hat (Integral, April 2026, N=1001):
  • 76 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sagen, dass die Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ORF gute Arbeit leistet
  • 65 Prozent sehen den ORF als Garant für seriöse Berichterstattung
Damit dies auch so bleibt, bietet der ORF in den kommenden Monaten ein reichhaltiges Programmangebot in allen seinen Medien:

Bestes ORF-Programm zur Fußball-WM

Als Rechteinhaber zeigt der ORF von 11. Juni bis 19. Juli insgesamt 52 (der 104) WM-Spiele live, darunter das Eröffnungsspiel Mexiko – Südafrika, Österreichs Gruppenspiele gegen Jordanien und Algerien sowie die möglichen Spiele des Nationalteams ab dem Achtelfinale, weiters vier Achtelfinalbegegnungen, zwei Viertelfinalspiele sowie eine Semifinalpartie und das Finale. 52 weitere Spiele zeigt Sublizenznehmer ServusTV, darunter Österreichs Gruppenspiel gegen Argentinien (das WM-Los hat es so entschieden, das muss man sportlich nehmen). Der ORF überträgt insgesamt rund 150 Stunden live von der Fußball-WM mit einem kleinen Team von rund zehn Personen in den Stadien bzw. dem Österreichischen WM-Quartier, der größte Teil wird im ORF-Mediencampus abgewickelt, wo auch das WM-Studio untergebracht ist. Die besten Expertinnen und Experten des Landes analysieren für den ORF, neben Chef-Analytiker Herbert Prohaska wurden bereits Andreas Herzog und Peter Stöger als „Zugänge“ verkündet. More to come!

Die ORF-Info – Angebotsanker in unruhigen Zeiten

Ob Iran-Krieg mit Auswirkungen auch auf Österreich, ob Ukraine-Krieg oder Wahlen in Ungarn – das tägliche Angebot der ORF-Information ist der News-Anker für alle Österreicherinnen und Österreicher und das mit kontinuierlich steigenden Marktanteilen. Und zur Jahresmitte werden die „Sommergespräche“ wieder zum journalistischen Gesprächsthema Nummer eins.

Die Welt blickt im Mai auf uns: Der Eurovision Song Contest in ORF 1

Der Aufbau in der Stadthalle geht zügig voran – und auch das ORF-Programm rüstet sich für den ESC: Barbara Schönebergers ORF-Show „Wir sind Song Contest“ startet heute, am 24. April. „70 Jahre ESC – Das Konzert“ präsentiert am Tag der „Opening Ceremony“ (Sonntag, 10. Mai, 21.50 Uhr) das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Christian Kolonovits. Viele weitere tolle Programme läuten dann die ESC-Finalewoche ein – und in der gibt es rund um die Uhr ESC im ORF: Das Zentrum der aktuellen multimedialen ORF-Berichterstattung rund um den Song Contest ist das ORF-Glasstudio am Rathausplatz. Den Auftakt der Eurovision-Song-Contest-Woche und den Auftakt der mehr als 100 Stunden Live-Programm aus dem ORF-Glasstudio macht die „Opening Ceremony“. Neben täglicher Berichterstattung stehen selbstverständlich die Semifinale und die große Finalshow live auf dem Programm – mit einem noch nie dagewesenen Showangebot.

Der Kultursommer 2026 in allen Facetten im ORF

Auch 2026 bildet der ORF die kulturelle Vielfalt Österreichs ab: Er berichtet von mehr als 1.000 Kulturveranstaltungen pro Jahr und überträgt Opern, Konzerte, Kabarettprogramme und vieles mehr, damit alle daran teilhaben können. Er informiert über aktuelle Entwicklungen im Kulturbereich und bietet Talks, Künstlerporträts, feuilletonistische Betrachtungen und kulturpolitische Analysen. Im Sommer 2026 widmet der ORF dem nationalen Kulturgeschehen mehr als 500 Programmstunden in TV und Radio. Ö1 fungiert dabei als „Festspielsender“ des Landes mit mehr als 150 Konzertproduktionen und Live-Übertragungen von mehr als 30 heimischen Festivals.

Ausblick Herbst

Im Herbst 2026 stehen in allen Programmbereichen zahlreiche neue Highlights auf dem Programm, darunter folgende: In „Universum“ begibt sich im Herbst 2026 Hermann Maier in „Meine Heimat“ in den Nationalpark Thayatal. Das von Raymond Ley inszenierte ORF/ARD/SRF-Dokudrama „Benko – Size does matter“ (AT) mit u. a. Thomas Stipsits, Patricia Aulitzky und Heino Ferch erzählt vom Aufstieg und Fall des österreichischen Immobilienmoguls René Benko. Und im Mittelpunkt der ORF/ARD-Degeto-Thriller-Miniserie „Gnadenlos“ (AT) steht die Polizistin Lea, die unter dem Verdacht, ihre Mutter ermordet zu haben, acht Jahre unschuldig im Gefängnis war. In den Hauptrollen sind – unter der Regie von Umut Dağ – Martina Ebm, Laurence Rupp, Barbara Auer und Tobias Moretti zu sehen.
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