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Fernsehen

TV-Nutzung in Österreich

TV-Konsum der Österreicherinnen und Österreicher erreichte 2019 Höchstwerte

Mit einer durchschnittlichen TV-Nutzungszeit von 196 Minuten pro Tag verbrachten die Österreicherinnen und Österreicher (ab 12 Jahren) im vergangenen Jahr noch mehr Zeit vor den Fernsehgeräten wie schon im Jahr davor (192 Minuten). Damit liegt die Sehdauer vier Minuten über dem bisherigen Höchstwert vom Vorjahr. Die Verweildauer – die Nutzungszeit der an einem Tag jeweils fernsehenden Bevölkerung – betrug 2019, wie auch schon im Vorjahr, 290 Minuten pro Tag – wiederum ein historischer Höchstwert. 2019 erreichte das Medium Fernsehen täglich fast 5 Mio. Österreicherinnen und Österreicher, das entspricht einer Tagesreichweite von 66,4 % (2018: 65,1 %).

TV-Sehdauer lag bei einem Höchstwert von 196 Minuten pro Tag

Im vergangenen Jahr sahen die Österreicherinnen und Österreicher (ab 12 Jahren) pro Tag im Schnitt 196 Minuten fern, die höchste bisher gemessene TV-Nutzungszeit. Betrachtet man die TV-Nutzung im Langzeitvergleich, wurde 2019 um 48 Minuten pro Tag länger ferngesehen als im Jahr 2000 bzw. um 69 Minuten länger als 1991 – dem Beginn der elektronischen Zuschauermessung.
Wie hoch der Stellenwert des Fernsehens im Alltag der Menschen ist, zeigt sich auch daran, dass in den letzten Jahren massiv in neue TV-Ausstattung investiert wurde. So stieg etwa der Anteil der österreichischen TV-Haushalte mit Flatscreen-Fernsehgeräten* in nur acht Jahren von 54 % (Ende 2010) auf 98 % (2.Hj. 2019) an. TV-Geräte mit Full HD-Standard* nahmen im selben Zeitraum von 24 % auf 87 % zu. Dabei wirkt nicht nur die hohe Bildqualität durch Flatscreens und HD-TV als Treiber für den Fernsehkonsum, sondern auch der Umstand, dass die ausgetauschten Geräte häufig als Zweit- oder Drittfernseher in Nebenzimmern weiterverwendet werden.

Höchststand bei Verweildauer: TV-aktives Publikum sah im Schnitt 290 Minuten pro Tag fern

So wie die durchschnittliche TV-Nutzungszeit (die alle in TV-Haushalten lebenden Personen heranzieht, auch jene, die im fraglichen Zeitraum nicht ferngesehen haben) nahm auch die Verweildauer (die auf Basis der tatsächlich fernsehenden Personen berechnet wird) zu: So verbrachte die TV-aktive Bevölkerung 2019 durchschnittlich 290 Minuten pro Tag vor den Bildschirmen, damit konnte der bisherige Höchststand vom Vorjahr gehalten werden. Seit dem Jahr 2000 stieg die Verweildauer massiv an und zwar um 70 Minuten pro Tag, das entspricht einem Zuwachs von 32 %.

TV-Tagesreichweite: Täglich rund 4,9 Mio. Seher/innen

Im Jahr 2019 sahen pro Tag rund 5 Mio. Österreicher/innen zumindest kurz fern (mindestens eine Minute durchgehend), das entspricht 66,4 % der gesamten TV-Bevölkerung ab 12 Jahren (7,5 Mio.).

Fernsehnutzung im Tagesverlauf: höchste Sehbeteiligung um 21 Uhr

Betrachtet man den Verlauf der Fernsehnutzung an einem durchschnittlichen Tag, zeigt sich ein über die Jahre hinweg sehr stabiles Bild: So steigt die Sehbeteiligung ab den Morgenstunden eher flach, ab den frühen Abendstunden dann relativ steil an und erreicht im Hauptabend ihren Höhepunkt. Der Nutzungsgipfel wird dabei um 21 Uhr gemessen – 2019 sahen zwischen 20:55 und 21:00 Uhr sowie zwischen 21:00 und 21:05 Uhr je mehr als 3 Mio. Österreicherinnen und Österreicher fern, das entspricht 40,6 % der TV-Bevölkerung ab 12 Jahren.

TV-Nutzung im Wochenverlauf: Sonntag stärkster Fernsehtag

Aufgeschlüsselt nach Wochentagen ist der Sonntag der insgesamt stärkste Fernsehtag: So sahen Erwachsene im Jahr 2019 mit durchschnittlich 230 Minuten an Sonntagen um 42 Minuten länger fern als an Werktagen bzw. um 29 Minuten länger als an Samstagen. Auch die TV-Tagesreichweite fällt an Sonntagen am höchsten aus (im Jahr 2019 mit 70,2 % bzw. rd. 5,3 Mio. Seherinnen und Sehern). An Montagen wird üblicherweise der zweithöchste Wert gemessen (2019: 67,6 %), danach nimmt die Tagesreichweite im Laufe der Woche ab und erreicht am Samstag (64,3 %) das niedrigste Niveau. Trotz der niedrigen Tagesreichweite wird an Samstagen mit 201 Minuten die zweithöchste Nutzungszeit im Wochenverlauf gemessen. Grund dafür: Am Samstag verweilen die tatsächlich fernsehenden Menschen deutlich länger vor den Bildschirmen als an Werktagen.

Saisonale Entwicklung der TV-Nutzung: höchste Reichweite und Nutzungszeit in der kalten Jahreszeit

Die Fernseh-Nutzung variiert auch im saisonalen Verlauf. Während die TV-Tagesreichweite im Sommer üblicherweise am geringsten ist, fallen die Werte in der kalten Jahreszeit am höchsten aus. So wurde 2019 von Jänner bis März bzw. von Oktober bis Dezember mit Tagesreichweiten zwischen 67,4 % und 70,0 % die höchste Sehbeteiligung verzeichnet. Die niedrigsten Tagesreichweiten wurden dagegen im Juni, Juli und August gemessen – hier sahen pro Tag im Schnitt 61,8 % bzw. 61,9 % der TV-Bevölkerung fern.
Analog dazu gibt es auch bei der durchschnittlichen Sehdauer erhebliche saisonale Schwankungen. Während die Österreicherinnen und Österreicher im Juni wie auch August 2019 mit je 171 Minuten pro Tag am wenigsten Zeit vor den Bildschirmen verbrachten, wurde der höchste TV-Konsum im Jänner mit 230 Minuten pro Tag erzielt.
Quellen: AGTT/GfK TELETEST bzw. *TELETEST-Monitoring/IFES