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ORF Mediencampus

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Der ORF-Mediencampus

Medienzukunft, jetzt! Um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die öffentlich-rechtliche Medienproduktion im Digitalzeitalter zu schaffen, hat der ORF-Stiftungsrat im März 2014 den Beschluss gefasst, alle Wiener ORF-Standorte am Küniglberg zu konsolidieren, die bestehenden Betriebsgebäude umfassend zu sanieren und einen neuen, erstmals multimedialen Newsroom zu errichten. Weil die Anforderungen an den ORF laufend steigen und – bei bestenfalls gleichbleibendem Budget und Personalstand – immer mehr Plattformen mit öffentlich-rechtlicher Information zu bespielen sind, sollten durch die Förderung des multimedialen Arbeitens an einem gemeinsamen Standort programmliche, produktionstechnische und personelle Synergien zwischen den bislang getrennt voneinander arbeitenden Redaktionen aus TV, Radio und Online gehoben werden.
2014 wurde mit der umfassenden Sanierung des im Jahr 1975 fertiggestellten ORF-Zentrums begonnen. Der Roland-Rainer-Bau steht seit 2007 unter Denkmalschutz, womit der ORF eine Verantwortung gegenüber dem baukulturellen Erbe trägt, die den Bau- und Sanierungsprozess zur besonderen Herausforderung machte. Der Spatenstich für den Neubaukomplex erfolgte im August 2019, die Grundsteinlegung im Februar 2020 und die bautechnische Fertigstellung – die die Übergabe an die Haus- und Rundfunktechnik des ORF zur Folge hatte – im Dezember 2021. Im gesamten Projektverlauf konnte der ORF den Zeit- und Budgetrahmen sowie alle Qualitätsvorgaben einhalten – trotz Corona-Pandemie, angespannter Lieferketten und massiv steigender Materialkosten im Baugewerbe. Zudem konnte der Produktions- und Sendebetrieb während der gesamten Bau- und Sanierungsphase störungsfrei aufrechterhalten werden.
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3 Medien – 1 Standort

Wichtige Meilensteine am Weg zum multimedialen ORF-Mediancampus Küniglberg waren u. a. der Einzug von ORF ON im Herbst 2017, von FM4 im Herbst 2019 und der Radio-Religion im Frühjahr 2020. Im Juni 2022 wurde der Newsroom-Komplex plangemäß besiedelt und in Betrieb genommen. Bis Jahresende 2022 folgen die Kolleginnen und Kollegen von Ö1 und Hitradio Ö3. Nach dem erfolgten Umzug der Radiobelegschaft werden insgesamt rund 2.500 Mitarbeiter/innen am ORF-Mediencampus Küniglberg arbeiten. Das sogenannte Newsroom-Portal, ein gemeinsames redaktionelles Planungs-Tool für die Kolleginnen und Kollegen aus TV, Radio und Online, ermöglicht crossmediales Themenmanagement und erleichtert die Zusammenarbeit über Mediengrenzen hinweg.
Ursprünglich sollte ein großes gemeinsames Gebäude für ausgewählte Redaktionen aus Fernsehen, Radio und Online am Gelände des ORF-Zentrums gebaut werden. Nach Verzögerungen im Widmungsprozess, auf die der ORF keinen Einfluss hatte, wurde mit dem Mediencampus-Konzept schließlich ein alternatives Umsetzungsszenario entwickelt, das im März 2018 vom Stiftungsrat beschlossen wurde und eine Umsetzung der Renovierungs- und Neubauvorhaben innerhalb der bestehenden Flächenwidmungen und Kubaturen vorsah. In der von Architekt Paul Jung (Riepl Kaufmann Bammer Architektur) konzipierten und erfolgreich realisierten Variante verfügt Ö1 über einen eigenen Pavillon, der über großzügige Außenflächen mit dem modernen Trakt von Hitradio Ö3 verbunden ist und sich in unmittelbarer Nähe zum neuen ORF-Newsroom befindet.
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Der Multimediale Newsroom des ORF

Unabhängige Information ist ein zentraler Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Auftrags. Mit dem Multimedialen Newsroom, der das Herzstück des ORF-Mediencampus bildet, wurden die räumlichen, technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen geschaffen, damit der ORF seinen Auftrag für die Menschen in Österreich auch in Zukunft bestmöglich erfüllen kann – wie es das ORF-Gesetz vorsieht. Der neue ORF-Newsroom bündelt die tagesaktuelle Nachrichtenproduktion über alle Plattformen und Vertriebswege hinweg und folgt damit der modernen Medienlogik: Konvergente Mediennutzung durch das Publikum (via Smartphone) erfordert auch eine konvergente Medienproduktion durch den ORF.
Der ORF-Newsroom bietet modernste Produktionslandschaften und Office-Infrastrukturen: Auf zwei Geschoßen beherbergt er mehrere Radio-Studios sowie ein neues TV-Studio und einen volldigitalen Regieplatz. Er bietet Raum für rund 360 Journalistinnen und Journalisten. Insgesamt werden hier täglich rund 100 News-Angebote produziert bzw. wesentlich mit Inhalten beliefert und ermöglicht. Und weil sich die Medienwelt mitunter recht schnell verändert, bietet er ein flexibles Raumkonzept, um auf allfällige neue Anforderungen in Zukunft entsprechend reagieren zu können.
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Unabhängige Berichterstattung und redaktionelle Vielfalt

Strukturell basiert der ORF-Newsroom auf drei Säulen, die die größtmögliche Unabhängigkeit und Binnenpluralität in der News-Berichterstattung des ORF sicherstellen: Der Newsdesk (1.) ist für das Monitoring der Nachrichtenlage, die Verifikation diverser Nachrichtenquellen und Meldungen sowie für aktuelle News (Kurznachrichten), den aktuellen Teletext und für Social Media zuständig. Im Idealfall entlastet er die anderen Bereiche von redaktionellen Basisaufgaben, die dadurch mehr Zeit für Recherche, vertiefende Hintergrundberichterstattung und neue News-Geschichten haben werden.
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Die Multimedialen Fachressorts (2.) für die Bereiche Innenpolitik, Außenpolitik, Chronik, Wirtschaft und Wetter sind multimediale Kompetenzzentren des ORF, die ihr redaktionelles Fach- und Themenwissen bündeln und für alle ORF-Medien aufbereiten. Die Sendungs- und Plattformteams (3.) bilden die dritte Säule des Newsrooms: Die unabhängigen Redaktionen der ZIB 1 und Tages-ZIBs, ZIB 2, ZIB-Magazin, Ö1-Journale, ORF.at, TVthek, ORF-Player (ORF Sound u. a.) fungieren als eigenständige Units, die mit Blick auf ihr jeweiliges Zielpublikum an der laufenden Weiterentwicklung ihrer Sendungsgefäße bzw. Nachrichtenprodukte arbeiten.
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Das neue TV-Studio des ORF

Das neue TV-Studio des ORF Newsrooms samt zugehörigem digitalen Regieplatz gleicht einer fernsehtechnischen Revolution: Um News-Sendungen rasch und effizient produzieren zu können und um im Bedarfsfall jederzeit einsatzbereit zu sein, wird es vollautomatisiert gesteuert. Das ermöglicht die verlässliche und innovative Produktion der mehr als 15 TV-Infosendungen pro Tag sowie der zusätzlichen Sondersendungen bei Großereignissen und besonders intensiver Nachrichtenlage. Das neue Studio verfügt über drei große LED-Videowände, die mit bis zu fünf Roboter-Kameras in Szene gesetzt werden können. Ausgefeilte 3D-Technik ermöglicht die dreidimensionale Darstellung von Grafiken, um komplexe Inhalte noch besser vermitteln zu können. Statt auf herkömmliche analoge Signalwege setzt der ORF hinter den Kulissen zudem verstärkt auf moderne IP- und Netzwerktechnologie.
Um die Versorgungssicherheit mit Nachrichten für die österreichische Bevölkerung jederzeit sicherstellen zu können, verfügt der ORF-Mediencampus über ein umfassendes Notfall- und Backup-System, das die durchgängige Stromversorgung und damit die verlässliche Bereitstellung von unabhängiger Information auch im Krisenfall gewährleistet.