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Film/Fernseh-Abkommen: ORF unterstützt neun Kinofilmprojekte mit rund 2,4 Millionen Euro

ORF-kofinanzierter Austro-Horrorfilm „Heimsuchung“ am 18. März als ORF-1-Premiere und auf ORF ON
ORF-kofinanzierte Kinoproduktionen aus Österreich - international anerkannt und sowohl auf der großen Leinwand als auch im ORF-Fernsehen erfolgreich: Im Februar ging Johanna Moders vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanziertes Drama „Mother’s Baby“ bei der Berlinale ins Rennen um einen der begehrten Goldenen Bären. Ein weiteres ORF-kofinanziertes Kino-Highlight sorgte am Faschingsdienstag, dem 4. März 2025, in der Primetime (nach seiner ORF-Premiere im Februar 2024 mit durchschnittlich 1,325 Millionen Zuseherinnen und Zusehern und 44 Prozent Marktanteil) als Dacapo erneut für Top-Quoten, als Thomas Stipsits in ORF 2 gemeinsam mit bis zu 830.000 und durchschnittlich 800.0000 Zuseher:innen (vorläufige Gewichtung) bei 29 Prozent Marktanteil (12+) im gleichnamigen Komödienhit erneut nach „Griechenland“ reiste (weiterhin auf ORF ON verfügbar). Am Dienstag, dem 26. März, kommt mit der ORF-1-Premiere von Achmed Abdel-Salams „Heimsuchung“ (0.50 Uhr; auch auf ORF ON) ORF-kofinanzierter Austro-Horror auf die Bildschirme.

Kino-Fans dürfen sich auch in Zukunft auf weitere mit ORF-Beteiligung entstandene Top-Filme aus Österreich freuen: Am Set haben Isabelle Huppert und Birgit Minichmayr unter der Regie von Ulrike Ottinger, die gemeinsam mit Elfriede Jelinek auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, als „Die Blutgräfin“ und deren Zofe einen neuen Tanz der Vampire eröffnet. Andreas Schmieds Komödien-Fortsetzung „Neo Nuggets“ bringt Paul Pizzera und Otto Jaus nach dem Kino- und TV-Erfolg von „Pulled Pork“ (durchschnittlich 605.000 Zuseher:innen und 20 Prozent Marktanteil bei der ORF-1-Premiere am 6. Jänner 2025) zurück auf die große Leinwand. Bereits in den Startlöchern steht Harald Sicheritz’ Biopic „Bruno - Der junge Kreisky“ über den jugendlichen Werdegang des österreichischen Ausnahmepolitikers.

Auch bei der ersten Sitzung der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut des Kalenderjahrs 2025 erweist sich der ORF weiterhin als stabile Säule der österreichischen Kinolandschaft. Gesellschaftsrelevante wie brisante Themen der Zeit, eindringliche Geschichten der Gegenwart und Vergangenheit sowie eine Komödie mit Augenzwinkern spannen den Bogen der Filmproduktionen, denen der ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens maßgebliche Finanzierungsbeiträge in der Gesamthöhe von rund 2,4 Millionen Euro zugesagt hat. Beim 199. Sitzungstermin der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut, der am Mittwoch, dem 26. Februar 2025, stattfand, wurden aus zahlreichen Einreichungen vier Spiel- und fünf Dokumentarfilmprojekte zur Förderung beschlossen.

Marie Kreutzer greift mit ihrem neuen und international besetzten Spielfilm „Gentle Monster“ ein brisantes Thema auf, wenn ihre Protagonistin Lucy damit konfrontiert wird, dass die die verborgenen Seiten ihres Mannes ihr Leben ins Wanken bringen. Wolfgang Fischer lässt in „Südwest“ zwei Wissenschafter mit explosivem Wissen vor der Welt in die Wüste fliehen. Juri Rechinsky dokumentiert mit „bTBI“ einmal mehr in aller Härte den Krieg in der Ukraine, diesmal mit dem Fokus auf Kriegstraumata unter den ukrainischen Soldaten. Leichter nimmt es die Komödie „Jederfrau“, mit der Nina Proll ihr Regiedebüt geben wird. Licht in die aktuelle KI-Entwicklung möchte Matthias Writze mit seinem Dokumentarfilm „Darkness in the Box“ bringen, ebenfalls ein Regiedebüt. Bernadette Weber und Uli Decker stellen in „Heroines of Hope“ Frauen im Kampf gegen den Feminismus-Backlash in den Mittelpunkt. „Im Verborgenen“ nach dem Roman von Ljuba Arnautović  trotzt eine beeindruckende Frau unter der Regie von Goran Rebić zwei Terrorregimen, dem Zweiten Weltkrieg und vielen gesellschaftlichen Widerständen. Dem zurückgezogenen Leben zweier Mönche gibt Cristina Yurena Sarmiento im Innovationsdokumentarfilm „Metanoia“ Raum.

Die vom ORF kofinanzierten Projekte der 199. Sitzung der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut im Detail:

Gentle Monster
Spielfilm
Buch und Regie: Marie Kreutzer
Produktion: Film AG
Lucy liebt Philip und ist nach seinem Burnout sogar mit ihm und dem gemeinsamen Sohn aufs Land gezogen, obwohl das berufliche Einschränkungen für sie bedeutet. Elsa wiederum lebt für ihren Beruf als Sonderermittlerin bei der Polizei, wird jedoch von der Verantwortung für ihren dementen Vater in Atem gehalten. Beide bauen ihre Leben um Männer herum, deren dunkle Seiten sie eigentlich lieber nicht sehen wollen. Eine Geschichte über Lucy und Elsa, über Vertrauen und Täuschungen, über Liebe und Gewalt.
Im Verborgenen
Spielfilm
Buch: Ljuba Arnautović und Goran Rebić nach dem Roman von Ljuba Arnautović
Regie: Goran Rebić
Produktion: Amour Fou
Eva kämpft um das Rote Wien, verliert ihre Männer im Terror der Faschisten und die Söhne in Stalins Lagern, rettet mehrere Leben und verspielt dabei fast das eigene. Unbeugsam diesem Schicksal trotzend erfüllt sie sich ihren Traum.

Jederfrau
Spielfilm
Buch und Regie: Nina Proll
Produktion: Cult Film
Ein Skandal erschüttert die Salzburger Festspiele und stellt die Inszenierung des berühmten „Jedermann“ auf den Kopf. Alle wichtigen Positionen werden weiblich besetzt und die Titelrolle nun von jener Schauspielerin übernommen, die den Fall ins Rollen brachte. Sie wird über Nacht als „Jedefrau“ zum Star und der alte, weiße Ex-„Jedermann“ zur Buhlschaft. Eine Satire über den Kampf der Geschlechter, die die Grenzen des Zumutbaren auslotet.

Südwest
Spielfilm
Buch: Ina Künzel und Wolfgang Fischer
Regie: Wolfgang Fischer
Produktion: Freibeuter Film
Zwei Wissenschafter sehen sich gezwungen, in die Einsamkeit der Wüste zu fliehen. Angekommen am einzigen Wasserloch wird schnell klar, dass vom Einzeller bis zum Raubtier keiner kampflos mit ihnen teilen wird. Ein Abenteuer beginnt, dessen Hauptdarsteller Menschen und Tiere gleichermaßen sind.

bTBI
Dokumentarfilm
Buch und Regie: Juri Rechinsky
Produktion: Golden Girls Filmproduktion
Die Reise einer unsichtbaren Wunde. Ein Film über psychische Kriegstraumata unter ukrainischen Soldaten und über ihren langen Weg vom Krieg zum Frieden. Ein Film über den Wahnsinn und die Genesung.

Darkness in the Box
Dokumentarfilm
Buch und Regie: Matthias Writze
Produktion: Glitter and Doom
Wenn man künstliche Intelligenz an ihre Grenzen bringt, dann erträumt sie Monster wie den dämonenartigen Crungus. Der Film dringt in einer essayistischen Annäherung in die Abgründe dieser Programme vor und erforscht, was sich in dieser Black Box verbirgt: Was bedeutet die Fehlbarkeit der KI für uns? Und was können wir aus diesen Halluzinationen über das Menschsein lernen?

Heroines of Hope - Frauen im Widerstand
Dokumentarfilm
Buch und Regie: Bernadette Weber und Uli Decker
Produktion: Plan C Filmproduktion
Autoritäre Regime weltweit schränken Frauenrechte ein. Tendenzen dazu lassen sich in vielen Ländern - auch in Europa - erkennen. „Heroines of Hope - Frauen im Widerstand“ zeigt auf, was gegen den antifeministischen Backlash zu tun ist und was Solidarität bewirken kann.

Mixed Feelings
Dokumentarfilm
Buch und Regie: Evelyn Faye
Produktion: Geyrhalter Film
„Mixed Feelings“ erzählt die Erfahrung von Schwarzsein in Österreich über mehrere Generationen. Er zeigt, was es bedeutet, sich im Spannungsfeld zwischen ungewollter, herausstechender Sichtbarkeit und gleichzeitiger Unsichtbarkeit in gesellschaftlichen Strukturen zu bewegen.

Innovationsprojekt:

Metanoia
Dokumentarfilm
Buch und Regie: Cristina Yurena Sarmiento
Produktion: Freibeuter Film
Zurückgezogen in den Wäldern Südfrankreichs leben seit mehr als 50 Jahren die Mönche Paul und Jean-Michel. Über einen Jahreszyklus führt der Film in den Rhythmus ihres gemeinsamen Klosterlebens ein: Sie beten, bearbeiten das Land und empfangen Menschen. Mit voranschreitendem Alter stellt sich die Frage, wie lange sie noch so leben werden können.