
ORF/Superfilm
Robert Palfrader (Gerri Tschach), Michael Ofczarek (Richard Pfeisinger)
„Braunschlag 1986“: Zweiteiliges Special am 20. und 21. März als ORF-1-Premiere
2012 machte in ORF 1 die finanziell gebeutelte, fiktive Gemeinde „Braunschlag“ mit einer angeblichen Marienerscheinung und so manch anderem wundersamen Ereignis von sich reden. 14 Jahre später steht am Freitag, dem 20., und Samstag, dem 21. März 2026, um 20.15 Uhr in einer ORF-1-Premiere sowie jeweils 24 Stunden vorab auf ORF ON „Braunschlag 1986“, die Fortsetzung der Erfolgsserie von David Schalko, in Form eines zweiteiligen Specials, jeweils in Spielfilmlänge, auf dem Programm. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit u. a. Robert Palfrader, Maria Hofstätter, Nicholas Ofczarek, Nina Proll, Manuel Rubey, Sabrina Reiter, Christopher Schärf, Simon Schwarz, Raimund Wallisch, Branko Samarovski, Thomas Stipsits, Stefanie Reinsperger, Erol Nowak, Inge Maux und David Wurawa. Ebenfalls mit dabei: Neuzugang Nora Waldstätten. Die Dreharbeiten im Sommer 2025 fanden, so wie auch beim Original, im nördlichen Waldviertel statt.
Weitere Informationen zu den Inhalten der zwei Specials sind unter tv.ORF.at zu finden.
Erste Einblicke in „Braunschlag 1986“ gaben gestern, am Dienstag, dem 24. Februar, im Rahmen von Pressegesprächen im Café Rüdigerhof in Wien Regisseur und Drehbuchautor David Schalko sowie die Darsteller:innen Nicholas Ofczarek, Robert Palfrader, Nina Proll und Maria Hofstätter.
Nicholas Ofczarek: „Fortsetzung nach so langer Zeit ungewöhnlich, aber interessant“
„Richard kann weiterhin wenig und ist sich seiner selbst genug. In 14 Jahren gab es keinerlei Weiterentwicklung. Auf ihn kommen viele nahezu unlösbare Aufgaben zu, die auch nur teilweise bewältigt werden. Das Besondere an diesem Projekt ist die freudvolle Zusammenarbeit mit einer Gruppe österreichischer Filmschaffender, auf die man nach 14 Jahren größtenteils wieder treffen durfte. Eine Fortsetzung nach so langer Zeit ist ungewöhnlich, aber interessant, da wir alle doch schon älter geworden sind. So auch die Charaktere. Es lohnt sich durchaus, sich nochmals im Vorfeld die erste Staffel zu Gemüte zu führen.“
Robert Palfrader: „Eine stimmige Weiterentwicklung“
„Dass ‚Braunschlag‘ in meinem Herzen einen besonderen Platz einnimmt, habe ich schon oft – vielleicht zu oft – gesagt. Nach 14 Jahren an diesen Platz zurückzukehren, war nicht nur beruflich, auch emotional etwas ganz Besonderes. Das Team, das Ensemble, der Drehort, alles hat sich vertraut und richtig angefühlt. Ein Satz, den ich von meinen Kolleginnen und Kollegen oft gehört habe, war: ‚Als wäre kein Tag vergangen.‘ David Schalko hat es einmal mehr geschafft, eine wunderbare Geschichte zu erzählen, wunderbare Dialoge zu schreiben. Es ist ihm wieder Außergewöhnliches gelungen. Eine stimmige Weiterentwicklung, die sehr stabil auf den Fundamenten der ersten Staffel ruht. Eine Veränderung, die sich aber nicht fremd, sondern nachvollziehbar, fast logisch anfühlt. Ich habe es geliebt, wieder Bürgermeister der Marktgemeinde Braunschlag sein zu dürfen. Aber: Ich war heilfroh, als ich nach den Dreharbeiten zum Friseur gehen durfte. Sie werden sehen, warum.“
Nina Proll: „Lange gehegter Traum in Erfüllung gegangen“
„Mit ‚Braunschlag 1986‘ ist ein lange gehegter Traum in Erfüllung gegangen. Das Publikum darf sich auf eine Reise in die Vergangenheit freuen, die sowohl spannend, lustig, skurril, aber auch schmerzhaft ist, geht sie doch der Frage nach, ob früher alles besser war und ob sich wirklich etwas verändert hat. Für mich war es auch eine Reise in meine eigene Vergangenheit. 1986 war das Jahr, in dem ich – damals zwölf Jahre alt – vom Waldviertel nach Wien gezogen bin. So wie meine Rolle Elfi wollte ich irgendwie immer weg und gleichzeitig doch irgendwie dort bleiben. Elfi ist in der neuen Staffel Mutter eines Teenagers. Wie sie dieser Mutterrolle gerecht wird, möchte ich nicht verraten. Ich sage nur: Patchwork vom Feinsten!“
Maria Hofstätter: „Jede Figur ein eigenes skurriles Universum“
„Herta ist kaum wiederzuerkennen! Sie hat das Leben in den vergangenen 14 Jahren sehr genossen, bevor sie sich entschließt, Braunschlag einen Besuch abzustatten. Herta weiß nun, was sie glücklich macht – wenn nur Gerri nicht so stur wäre ... Es gibt die ‚alten‘, aber auch ‚neue‘ Braunschlager:innen, deren private Freuden und Probleme, aberwitzige Entwicklungen im Dorfgeschehen und ein besonders interessantes Finale. Wie schon in der ersten Staffel waren die Drehbücher ein Genuss zu lesen und erst recht zu spielen – anarchisch, humorvoll, jede Figur ein eigenes skurriles Universum! Es gibt ein Wiedersehen mit Cast und Crew der schon lange vermissten Braunschlag-Familie!“
David Schalko: „Wann wird es endlich so sein, wie es nie war?“
„‚Braunschlag 1986‘ handelt von der Sehnsucht, in der guten alten Zeit zu leben, die vielleicht gar nicht so gut war, wie sie uns heute vorkommt. Schon damals wollten vermutlich viele lieber in der Vergangenheit leben. Denn die Vergangenheit ist ein sicherer Ort, auch weil man schon weiß, was passiert. Und vor allem, was nicht passiert. Die meisten wünschen sich die 80er oder 90er Jahren zurück. Da schien die Welt noch in Ordnung. Für die meisten war das die Zeit ihrer Kindheit oder Jugend. Als man beschützt und geborgen gelebt hat. Steckt hinter dieser Sehnsucht der Wunsch, Verantwortung abzugeben? Wonach sehnen wir uns genau, wenn wir uns nach einer jungen Vergangenheit sehnen? Ist es unsere eigene Jugend? War früher wirklich alles besser? Und wie würden wir diese Vergangenheit sehen, wenn wir sie heute nachstellen? Das geheime Motto dieser Serie könnte lauten: Wann wird es endlich so sein, wie es nie war? Vielleicht ist das unsere modernste politische Utopie. Die Vergangenheit zu reinstallieren. Zumindest ist es eine, die nach 14 Jahren in Braunschlag Einzug hält. Die Zukunft liegt in der Vergangenheit. Zumindest 230 Minuten lang. Vielleicht aber auch auf einem Planeten, den es so vermutlich auch nicht gibt. Aber das muss einem erst einer beweisen.“
„Braunschlag 1986“ ist eine Produktion von Superfilm in Koproduktion mit dem ORF, gefördert von Fernsehfonds Austria, FISA+ und Land Niederösterreich.
„Braunschlag“ und „Braunschlag 1986“ auf ORF ON streamen
Die zwei Teile von „Braunschlag 1986“ können jeweils 24 Stunden vor ihrer TV-Ausstrahlung auf ORF ON gestreamt werden, wo ab 12. Februar auch die erste Staffel von „Braunschlag“ zum Wiedersehen zur Verfügung steht.