
ORF/Roman Zach-Kiesling
Im Bild: Victoria Swarovski, ESC-Executive-Producer Michael Krön, ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz, Michael Ostrowski.
Großes Stage Opening: Bundespräsident Van der Bellen eröffnete Bühne für den Eurovision Song Contest 2026
Mit einem symbolischen Schlag auf den Startbuzzer eröffnete Bundespräsident Alexander Van der Bellen heute am Dienstag, 28. April 2026, kurz nach 10.00 Uhr in der Wiener Stadthalle die Bühne für den Eurovision Song Contest 2026. Nach einem Zeitraffervideo, das den zweiwöchigen Aufbau zeigte, demonstrierte eine spektakuläre Lichtshow, was die neue ESC-Bühne technisch zu bieten hat und welche Möglichkeiten sich den Künstlerinnen und Künstlern bei der Inszenierung ihrer Auftritte bieten.
Moderiert wurde der Event von Ö3-Moderatorin Tina Ritschl. Bundespräsident Van der Bellen bezeichnete die größte Unterhaltungsshow der Welt als eine Feier der Vielfalt: „Der Song Contest zeigt, wie bunt unser Kontinent ist. Er zeigt, was wir können und wer wir sind und das ist viel. So unterschiedlich wir auch sind, über den Song Contest finden wir zueinander, auch wenn wir aus noch so konträren Richtungen kommen, wie über eine Brücke.“ An der Seite des Staatsoberhaupts beim Stage Opening waren auch ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher, ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz, ESC-Executive-Producer Michael Krön, die ESC-Hosts Victoria Swarovski und Michael Ostrowski sowie vier Mitarbeiter:innen aus dem ESC-Team, die an der Umsetzung des Projekts beteiligt waren.
ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher: „Was wir heute als Sneak Preview mit dieser spektakulären Lichtshow erleben durften, wird in wenigen Wochen Millionen Zuseherinnen und Zuseher auf der ganzen Welt begeistern. Es ist phänomenal, was hier das perfekt abgestimmte Ineinandergreifen unzähliger Hände und Gewerke möglich macht. Nicht nur für die 35 Acts wird das ein außergewöhnliches Staging werden, auch für den ORF ist es eine Produktion, die ihresgleichen sucht. Der Eurovision Song Contest in Wien wird ein Event für alle sein und eine Show, die die Herzen höher schlagen lässt.“
ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz: „Es war ein aufregender Weg von der Idee über das Konzept bis hin zur fertigen Bühne. Vom Ergebnis bin ich mehr als begeistert und gratuliere Stage Designer Florian Wieder und Lichtdesigner Tim Routledge von ganzem Herzen. Diese Bühne vereint internationale Spitzentechnik mit phänomenaler Bildsprache und trägt noch dazu mit der Inspiration durch die Wiener Secession den österreichischen Zeitgeist. Das ist ein Aushängeschild in der ganzen Welt für Österreich und den ORF.“
Michael Krön, Executive Producer des Eurovision Song Contest 2026: „Das, was wir heute in der Wiener Stadthalle sehen durften, erfüllt mich mit großem Stolz. Wir arbeiten seit Monaten am größten TV-Unterhaltungsevent der Welt, mit dem Stage Opening konnten wir einen Einblick geben, wie atemberaubend die neun Shows in der Stadthalle wirklich werden. Mein Dank gilt nicht nur unserem Team, das Großes leistet, sondern auch unseren wertvollen Partnerfirmen. Und natürlich jeder einzelnen Person, die dazu beiträgt, eine großartige Show zu ermöglichen.“
2.000 Quadratmeter große und 210 Tonnen schwere Bühnenstruktur
Die Errichtung der rund 2.000 Quadratmeter großen und 210 Tonnen schweren Bühnenstruktur erfolgte in knapp zwei Wochen – teilweise im 24-Stunden-Betrieb mit Doppelschichten. In Spitzenzeiten waren bis zu 300 Personen gleichzeitig am Aufbau von Bühne und Lichtsystem beteiligt.
Zum Einsatz kommen insgesamt mehr als 5.000 Quadratmeter recyclingfähiger Bühnenmolton, dazu ein fliegendes Grid aus 816 Metern Stahlrohren mit einem Gesamtgewicht von drei Tonnen. Ein technisches Song-Contest-Novum bietet die diesjährige Lichtinstallation: Das Beleuchtungsrig besteht zu 100 Prozent aus energieeffizienter LED- und Lasertechnologie. 2.135 Beleuchtungskörper, mehr als 8.500 einzeln steuerbare LEDs und 80 Hochgeschwindigkeitswinden für bewegte Lichter kommen zum Einsatz. Auch im Bildbereich setzt der Wettbewerb neue Maßstäbe: Rund 28 Live-Kameras werden in der Halle D eingesetzt. Erstmals basiert das gesamte Kamera-Set-up auf dem System „ARRI Alexa 35 Cinematic LIVE Cameras“, das einen cineastischen neuen Look erzeugen soll.
Florian Wieder und Tim Routledge sind die kreativen Masterminds hinter der Song-Contest-Bühne
Für Bühne und Licht zeichnen zwei international renommierte Kreativkräfte verantwortlich. Das Bühnendesign stammt von Florian Wieder, der bereits 2015 die Wiener ESC-Bühne gestaltet hat und insgesamt achtmal für das ESC-Stagekonzept verantwortlich war. Wieder arbeitet weltweit mit Künstlern wie Robbie Williams, U2 oder Ed Sheeran zusammen. Das Lichtdesign kommt vom Briten Tim Routledge, der bereits für den Song Contest in Liverpool sowie für internationale Stars wie Beyoncé, Helene Fischer oder die Spice Girls tätig war.
Seit Freitag laufen in der Halle D der Wiener Stadthalle die technischen Grundproben sowie Proben mit Stand-in-Künstlern für die Länder-Acts mit täglich bis zu elf Stunden Probenzeit. Mit dem heutigen Tag starten die Showproben mit den beiden Hosts. Ab 2. Mai folgen die offiziellen Bühnenproben mit den Delegationen. Die erste von neun Publikumsshows steigt am Montag, 11. Mai, am Abend. Drei Shows werden im TV übertragen, die Semifinale am 12. und 14. Mai um 21.00 Uhr sowie das Grand Final am Samstag, dem 16. Mai, ebenfalls um 21.00 Uhr.