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Josef Dollinger wird ORF-Korrespondentenbüro Peking leiten

Dienstbeginn am 1. Juli 2017
Josef Dollinger

ORF/Roman Zach-Kiesling

Das ORF-Korrespondentenbüro in Peking bekommt einen neuen Leiter: ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz hat den ehemaligen Brüssel- und Rom-Korrespondenten und langjährigen Außenpolitik-Redakteur Dr. Josef Dollinger zum neuen Fernost-Korrespondenten des ORF bestellt. Dollinger beginnt seinen Dienst mit 1. Juli 2017 und löst damit den langjährigen USA-, Moskau-, Brüssel- und Fernost-Korrespondenten Dr. Raimund Löw ab. Löw wird in Zukunft seine internationale Erfahrung als Leiter einer geopolitischen Diskussionssendung und als Gestalter von Dokumentationen im ORF einsetzen.
Dr. Alexander Wrabetz: „Mit Josef Dollinger besetzen wir eines der wichtigsten weltpolitischen Zentren mit einem der profiliertesten Auslandsjournalisten des ORF. Dollingers Beiträge und Analysen sind von einem umfassenden Verständnis der globalen Zusammenhänge geprägt und werden auch aus China und Fernost den Österreicherinnen und Österreichern die nötige Orientierung bieten. Auch wenn Raimund Löw nun China verlässt, bleibt er dem ORF erhalten – wir arbeiten gerade am Format einer geopolitischen Diskussionssendung. Ich möchte mich bei Raimund Löw bedanken, der in allen seinen Analysen, Kommentaren und Beiträgen aus den Machtzentren der Welt einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags des ORF und vor allem zur Stärkung von authentischem Qualitätsjournalismus geleistet hat.“
Dr. Raimund Löw: „Den Aufstieg Chinas als Korrespondent beobachten zu können, gehört zu den spannendsten Jobs in der Welt für einen Journalisten. Ganz Asien ist dabei, sich auf eine neue Führungsmacht einzustellen, auch weil Amerika als verlässlicher Partner auslässt. Als europäischer Reporter in Korea und Japan, auf den Philippinen, in Myanmar und in Indien habe ich immer wieder hautnah erlebt, wie ein gemeinsames Europa in der Weltpolitik abgeht. Selbst die größten Staaten Europas werden politisch nur am Rande wahrgenommen. Das müsste nicht so sein, weil gerade der Zusammenschluss einstiger Gegner auf dem asiatischen Kontinent ziemliches Interesse auslöst. Was mich in China am meisten beeindruckt hat, ist der Optimismus der Menschen, die in der Geschichte unglaublich viel erlitten haben, aber unerschütterlich überzeugt sind, dass sie alle Schwierigkeiten meistern können und es weiter aufwärts gehen wird. Was mich immer wieder ärgert, ist die kleinliche Zensur, im Internet und sonst in der Öffentlichkeit. Es ist ein Eingeständnis der Schwäche, dass sich ein autoritäres System wie in China nicht zutraut, offen mit den Bürgern zu kommunizieren. Der Smog ist natürlich ein Problem, aber es gibt so viele schöne Tage in Peking, dass man deshalb sicher nicht depressiv werden muss.“
Dr. Josef Dollinger: „Mit Spannung verfolge ich die Neuordnung der Weltpolitik, in der auch China eine neue Rolle einnehmen wird. Gelingt es den Chinesen, diese Rolle als eine Führungsnation neben den USA, Russland und Europa zu übernehmen? Kann China die sozialen Spannungen unter Kontrolle halten? Kann China das enorme Entwicklungstempo der letzten Jahrzehnte durchhalten? Fragen über Fragen, auf die ich hoffentlich in China Antworten finden werde.“
Der 1963 in Vöcklabruck in Oberösterreich geborene Josef Dollinger kam nach dem Studium der Publizistik und Politikwissenschaft in Wien 1989 als Freier Mitarbeiter zum ORF und wurde 1994 als Redakteur im ORF Oberösterreich angestellt. Danach folgten Stationen als Innenpolitik-Redakteur im ORF-Radio und -Fernsehen in Wien. 2006 war er Korrespondent in Brüssel, 2008 bis 2010 in Rom. Seit 2010 ist er Außenpolitik-Redakteur im ORF-TV. Dollinger war in zahlreichen Live-Einsätzen im Arabischen Frühling, in Syrien, Bahrain, Libyen und Ägypten auf Sendung. Dazu kamen Katastropheneinsätze beim Erdbeben in L´Aquila, beim Hochwasser in Serbien sowie Sondereinsätze beim Papst-Rücktritt und beim Konklave in Rom. Dollinger absolvierte mehrere Reisen nach China und beschäftigt sich mit chinesischer Kultur und Sprache seit dem Politikwissenschaftsstudium.

Die ORF-Korrespondentinnen und -Korrespondenten im Überblick – von Belgrad bis Zürich

Für den ORF sind 24 Korrespondentinnen und Korrespondenten in insgesamt 16 Büros weltweit ab 1. Juli 2017 tätig: Christian Wehrschütz (Belgrad, Kiew), Birgit Schwarz, Andreas Jölli und Sabine Schuster (Berlin), Peter Fritz, Cornelia Primosch und Tim Cupal (Brüssel), Ernst Gelegs (Budapest), Jörg Winter (Istanbul), Karim El-Gawhary (Kairo), Bettina Prendergast (London), Josef Manola (Madrid), Carola Schneider und Christian Lininger (Moskau), Eva Twaroch und Hans Woller (Paris), Josef Dollinger (Peking), Mathilde Schwabeneder und Katharina Wagner (Rom), Raphaela Stefandl (Schweiz), Ben Segenreich (Tel Aviv) sowie Hannelore Veit, Ernst Kernmayer und Robert Uitz-Dallinger (Washington).
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