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STÖCKL.: Peter Matic, Burgschauspieler

ORF/Günther Pichlkostner

Peter Matic

„The Voice“: ORF gratuliert Peter Matić zum 80. Geburtstag

Am 24. März begeht Peter Matić seinen 80. Geburtstag. Ö1 gratuliert dem österreichischen Schauspieler, Hörbuchinterpreten und Synchronsprecher mit fünf Sendungen. In ORF III ist Felix Saltens Einakter „Schöne Seelen“ zu sehen.
„Peter Matić. Über die Stimme“ lautet der Titel von „Diagonal“ am Samstag, den 18. März ab 17.05 Uhr in Ö1. 22 Jahre spielte Peter Matić an deutschen Bühnen, vor allem am Berliner Schillertheater, bevor er 1994 in seine Heimatstadt Wien zurückkehrte. Seitdem gehört er dem Burgtheater-Ensemble an. Regelmäßig zu Gast ist er auch bei den Salzburger Festspielen und in Reichenau. Matić markante Stimme erklingt in zahllosen Rundfunk- und Hörbuchproduktionen, seine Interpretation des siebenbändigen Romanzyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust ist das bislang umfangreichste Hörbuchprojekt im deutschsprachigen Raum. 2001 erhielt Matić den Albin-Skoda-Ring als „bester Sprecher unter den deutschsprachigen Schauspielern“, 2014 für seine Darstellungen in Karl Kraus‘ „Die letzten Tage der Menschheit“ den Nestroy-Preis.

Ben Kingsley auf Deutsch

Matić ist der Mann für das „elegante Fach“, spielt Herren mit Manieren, einer gewissen Noblesse, den Gentleman. Oft aber spielt seine Stimme die Hauptrolle: in den Hörbüchern, den Hörspielen, als Sprecher in Radiosendungen und Fernsehdokumentationen. Und nicht zu vergessen: in den Filmsynchronisationen. Peter Matić ist einfach Ben Kingsley auf Deutsch. Er synchronisiert den britischen Schauspieler seit dem vielfach Oscar-gekrönten Film „Gandhi“ so charakteristisch, dass man sich Gandhi ohne seine Stimme kaum vorstellen kann. Ben Kingsley sowieso nicht. Gäbe es einen Oscar für „The Voice“, Peter Matić wäre aussichtsreicher Kandidat dafür.
Das Programm im Detail ist abrufbar unter http://oe1.orf.at/petermatic80.
In „Du holde Kunst“ am Sonntag, den 19. März (8.15 Uhr) interpretiert Peter Matić „Im Theater ist schlichtweg alles möglich.“, Karel Capeks heitere Liebeserklärung an jene Institution, der sich Matić seit Jahrzehnten verschreibt. Für den musikalischen Rahmen sorgen Werke von Francis Poulenc, Antonin Dvorák, Ludwig van Beethoven, Elena Kats-Chernin u.a. In den „Radiogeschichten“ am Mittwoch, den 22. März um 11.40 Uhr liest Peter Matić „Der Engel“ und „Verwahrt ist nicht vergessen“, zwei Erzählungen von Hans Christian Andersen.
„Heute spricht man von Flensburg bis Klagenfurt eine Fernsehsprache.“ – am Donnerstag, den 23. März um 21.00 Uhr (Da capo: 24.3., 16.00 Uhr) ist Peter Matić bei Renata Schmidtkunz zu Gast „Im Gespräch“ und erzählt über sein künstlerisches Leben, die Bedeutung der Stimme und die Familie als Quelle der Kraft. Seine väterlichen Vorfahren waren Offiziere des Kaisers. Ein mütterlicher Urgroßonkel war Reisebegleiter von Kaiserin Elisabeth und plante ihr Refugium auf Korfu, das Achilleion. Die Familie der mütterlichen Großmutter war von der griechischen Insel Chios vor den Türken geflohen. Und Matić ist definitiv ein kroatischer Name. Seit 1964 steht er vor Film- und Fernsehkameras, spielte auf allen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen und vertont als mehrfach ausgezeichneter Hörbuchinterpret Romane bedeutender Schriftsteller wie Thomas Mann, Jules Verne und Franz Kafka.
In der „Hörspiel-Galerie“ steht am Samstag, den 25. März ab 14.00 Uhr „Am Anfang war die Nacht Musik“ von Alissa Walser auf dem Programm. In der NDR/ORF-Produktion aus dem Jahr 2010 ist Peter Matić als Erzähler zu hören, weitere Mitwirkende sind Gerti Drassl, Peter Simonischek, Erwin Steinhauer, Regina Fritsch, Michael Dangl, Wolfgang Hübsch, Florian Teichtmeister, Chris Pichler, Fritz Hammel u. a., Regie: Harald Krewer. Wien, im Jänner 1777. Franz Anton Mesmer, der vielleicht berühmteste Arzt seiner Zeit, wird vom Hofrat Paradis gebeten, seine Tochter Maria Theresia zu heilen. Die junge Frau, eine Pianistin und Sängerin, die als Wunderkind sogar schon vor der Kaiserin spielen durfte, ist blind. Als Mesmer das Mädchen in sein magnetisches Spital aufnimmt, ist sie zuvor von unzähligen Ärzten beinahe zu Tode kuriert worden. Mesmer ist überzeugt, ihr endlich helfen zu können und hofft, durch diesen spektakulären Fall endlich die ersehnte Anerkennung der akademischen Gesellschaft zu erlangen. Auch über ihre gemeinsame tiefe Liebe zur Musik lernen Arzt und Patientin einander verstehen. Trotz rasch einsetzender Heilerfolge entfesseln die maßgebenden Köpfe der Zeit einen aufsehenerregenden medizinischen Skandal. „Es geht um das Scheitern des Gefühls am Verstand“, so Alissa Walser zu ihrem ersten, von der Kritik hochgelobten und auf historischen Tatsachen beruhenden, Roman.

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„Theater & Fernsehlegenden: Schöne Seelen“ in ORF III

Am Sonntag, den 26. März steht in ORF III ab 16.40 Uhr der Einakter „Schöne Seelen“ nach der Vorlage von Felix Salten auf dem Programm. In der Aufzeichnung aus dem Jahr 1966 wirken Erni Mangold (Mizzi), Hans Holt (Oberkellner Heinrich), Peter Matić (Prinz Egon), Ernst Waldbrunn (Herr Rosenbaum) u. v. a. mit, Regie: Edwin Zbonek.
Zum Inhalt: Wien, um die Jahrhundertwende. Seit 14 Jahren sucht die charmante Mizzi Manhardt mit ihren ständig wechselnden Herrenbekanntschaften immer wieder das Chambre separee Nr. 7 in einem vornehmen Restaurant auf. In all den Jahren hat der Oberkellner des Etablissements, Herr Heinrich, die „Dame“ höchstpersönlich bedient. Eine tiefe unausgesprochene Zuneigung verbindet ihn mit Mizzi, die, mittlerweile etwas angejahrt, an einem Abend in Begleitung eines ziemlich jungen Prinzen erscheint. Der Sekt fließt in Strömen, der Prinz trinkt zu viel und schläft ein. Und diese Chance nutzt Oberkellner Heinrich ...
"Schöne Seelen": Peter Matic (Prinz Egon), Erni Mangold (Mizzi Manhardt)

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Peter Matic (Prinz Egon), Erni Mangold (Mizzi Manhardt)