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Stille Helden - Zivilcourage im Zweiten Weltkrieg

ORF/Trilight Entertainment

Gerechte unter den Völkern

Präsentation der neuen ORF-III-Dokumentation „Stille Helden – Zivilcourage im Zweiten Weltkrieg“

TV-Premiere im Rahmen eines „zeit.geschichte“-Programmschwerpunkts zu „Widerstand im Zweiten Weltkrieg“
Selbst in den dunkelsten Kriegszeiten gab es sie, die stillen Heldinnen und Helden, die andere vor dem Verhungern retteten, Gesuchte versteckten und sich dabei selbst in Lebensgefahr brachten. Ihre Zivilcourage hat bis heute Vorbildbildcharakter und war Anlass für die neue ORF-III-Dokumentation „Stille Helden – Zivilcourage im Zweiten Weltkrieg“ von Regisseurin Uli Jürgens, die gestern, am Freitag, dem 10. November 2017, vorgestellt wurde. Zur Präsentation im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich luden die ORF-III-Geschäftsführer Eva Schindlauer und Peter Schöber sowie Landesrätin Barbara Schwarz in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Anwesend waren u.a.: Der Leiter der NÖ-Kultur Mag. Hermann Dikowitsch, Chronist Engelbert Kremshofer, eine der „stillen Heldinnen“ des Film, die 90-jährige Zeitzeugin Anna Rohrhofer, und Roland Netter, Neffe der bereits verstorbenen Protagonistin Anna Strasser.
Präsentation der neuen ORF-III-Dokumentation „Stille Helden – Zivilcourage im Zweiten Weltkrieg“

ORF/Thomas Jantzen

Leiter NÖ kultur Hermann Dikowitsch, NÖ-Landesrätin Barbara Schwarz, Filmemacherin Uli Jürgens, ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber, Moderatorin Christine Mayer-Bohusch

Rohrhofer und Strasser sind zwei der vier Persönlichkeiten, die der Film porträtiert. Sie bewahrten mit ihrem selbstlosen Wirken jüdische Mitmenschen und Zwangsarbeiter/innen vor der Verfolgung durch das NS-Regime: Von der jungen Katholikin, die eine Widerstandsgruppe organisierte, zur Müllerstochter, die in einem Waldbunker 23 Zwangsarbeiter/innen versteckte, über einen Bauern, der SS-Waffen entwendete, um Flüchtlinge als Partisanen zu tarnen, bis hin zur Mutter, die am Dachboden untergebrachte Juden mit Nahrung und Informationen versorgte.

„zeit.geschichte“-Programmschwerpunkt

Die TV-Premiere erfolgt am Samstag, dem 18. November, um 20.15 Uhr im Rahmen eines „zeit.geschichte“-Programmschwerpunkts zum Thema „Widerstand im Zweiten Weltkrieg“. Die weiteren Dokumentationen des Abends sind „Gerechte unter den Völkern – Ella Lingens“ (21.00 Uhr) und „Varian Fry – Der Retter von Marseille“ (21.50 Uhr).

ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber: „Ich selbst wuchs auf mit Erzählungen über das heldenhafte Handeln von Anna Strasser.“

„Im Rahmen unserer umfassenden ‚zeit.geschichte‘-Berichterstattung haben wir uns bisher in bereits zahlreichen ORF-III-Dokumentationen mit jenen Menschen beschäftigt, die Widerstand gegen das NS-Regime leisteten“, sagt ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber. „Aus St. Valentin stammend war ich mit der Geschichte und dem heldenhaften Handeln von Anna Strasser vertraut, sodass es mir persönlich ein besonderes Anliegen war, jene ‚Stillen Heldinnen und Helden‘ in den Vordergrund zu rücken, die mutig und unter Einsatz ihres eigenen Lebens andere Leben retten konnten. Besonderer Dank gilt unseren Partnern, mit denen wir diesen Film gemeinsam realisieren konnten: dem Nationalfonds und Zukunftsfonds der Republik Österreich, den Ländern Niederösterreich und Steiermark sowie zahlreichen Unterstützern bei der inhaltlichen Recherche, wie der Gemeinde Gersdorf an der Feistritz und der Israelitischen Kultusgemeinde Wien“, so Schöber.

NÖ-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz: „Den Glauben an die Demokratie auch in schwierigsten Zeiten nicht aufgegeben.“

„Der Blick auf jene Menschen, die in einer der dunkelsten Zeiten der österreichischen Geschichte Mut und Entschlossenheit gezeigt haben, verdient unsere ganz besondere Beachtung“, betont Niederösterreichs Landesrätin Mag. Barbara Schwarz. „Die historisch-wissenschaftliche Aufarbeitung anhand von Einzelpersonen, die einem totalitären Regime Widerstand geleistet haben, ist ein wichtiger Gesichtspunkt als Mahnung der Überlebenden und all jener, die den Glauben an Demokratie und ein freies Österreich durch schwierigste Zeiten hindurch nicht aufgegeben haben. Mein Dank gilt dem engagierten Team, das sich auf die Suche danach gemacht hat und nun einer breiten Öffentlichkeit zeigt, was ein bisher wenig erforschter Bereich unserer Vergangenheit gewesen ist.“

Regisseurin Uli Jürgens: „Diese Geschichten sind nicht klein, ganz im Gegenteil“

„In dieser Dokumentation stelle ich Menschen vor, die sich im Zweiten Weltkrieg gegen das NS-Regime stellten, die bisher jedoch nicht im Scheinwerferlicht standen: Bäuerinnen, kleine Angestellte, Menschen vom Land. Diesen mutigen Frauen und Männern, die ihr eigenes Leben in Gefahr brachten, um Häftlingen oder Flüchtlingen zu helfen, gebührt allergrößter Respekt. Eine befreundete Journalistin meinte einmal: ‚Wir denken immer, kleine Menschen haben auch kleine Geschichten. Doch das stimmt nicht‘. Sie hat Recht, diese Geschichten sind nicht klein, ganz im Gegenteil“, sagt Filmemacherin Uli Jürgens.
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