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Ö1-Schwerpunkt „NORD-SÜD: Verteilung, Flucht und Migration“

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni sendet Ö1 am Samstag, den 16. Juni und am Sonntag, den 17. Juni den Schwerpunkt „NORD-SÜD: Verteilung, Flucht und Migration“.
Die Sendungen im Detail sind abrufbar unter oe1.ORF.at/nordsued.
Schon ab 11. bis einschließlich 16. Juni (jeweils um 6.56 Uhr) beleuchtet Johanna Schwanberg, Leiterin des Dom Museum Wien, in den „Gedanken für den Tag“ das Thema Flucht in der darstellenden Kunst und die Relevanz von Kunst in Zusammenhang mit gesellschaftspolitischen und sozialen Fragen.
In den Ö1-„Hörbildern“ am Samstag, den 16. Juni ab 9.05 Uhr verhandeln Expert/innen die österreichische Entwicklungszusammenarbeit. Das Feature „Hilft die Hilfe? Die österreichische Entwicklungszusammenarbeit auf dem Prüfstand“ beruht auf einer Idee von Expert/innen aus der Entwicklungszusammenarbeit, die seit 2014 mit einem Gerichtsspiel österreichweit auftreten. In den 65 Jahren ihres Bestehens soll sich die Entwicklungshilfe zahlreicher Vergehen schuldig gemacht haben. Die Hauptanklagepunkte lauten Vorspiegelung falscher Tatsachen, Wirkungslosigkeit und die Förderung von Stereotypen und Rassismen durch die Darstellung der Menschen in den Spendenwerbungen. In der interaktiven Gerichtsverhandlung wird die Entwicklungshilfe unter die Lupe genommen und mithilfe von Beweismaterial, Zeugenaussagen und einem Gutachter Licht in den vielschichtigen Themenkomplex gebracht.
„Le week-end“ widmet sich in zwei Ausgaben (16.6. & 23.6., 13.00 Uhr) zwei historischen LPs des UNHCR: „International Piano Festival“, herausgegeben 1964 vom Flüchtlingshochkommissariat, und der ein Jahr davor erschienenen LP „All Star Festival“. Zwei Schallplatten-Fundraising-Projekte für die von den Vereinten Nationen betreuten Flüchtlinge. Das „Ö1 Hörspiel“ bringt anschließend ab 14.00 Uhr Paul Plampers Werk „Dienstbare Geister“, dessen Basis Gespräche mit Geflüchteten und Migrant/innen in Berlin bildeten: 2015 bricht ein junger Mann aus Kamerun Richtung Deutschland auf, erkämpft sich in Berlin eine feste Stelle und verliert zunehmend die Verbindung zu seiner Heimat. Eines Tages soll er für seine Chefin gegen seinen Willen einen Auftrag in Kamerun übernehmen.
„Der ewige Kolonialismus. Zur Plünderung des Südens“ ist ab 17.05 Uhr Thema von „Diagonal“. Ein halbes Jahrhundert nach dem Ende der Epoche des Kolonialismus werden die Rohstoffe, die Natur und die menschliche Arbeitskraft in den Ländern der sogenannten Dritten Welt um nichts weniger brutal ausgebeutet als damals – den Eindruck kann gewinnen, wer die Entwicklungen in Lateinamerika, Asien und Afrika verfolgt. Gerade in den an Ressourcen reichsten Regionen des globalen Südens scheinen weithin Unterdrückung und Gewalt das Leben der Menschen zu bestimmen. Der Gewinn der Wertschöpfung bleibt anderen. Ab 19.05 Uhr machen sich in „Logos - Glauben und Zweifeln“ Schriftsteller Ilija Trojanow, Entwicklungsexpertin Karin Fischer und Missionstheologe und Ordensmann Franz Helm Gedanken darüber, wie es gelingen könnte, Menschen nachhaltig aus der Armut zu helfen und gerechtere Verhältnisse zu schaffen.
Am Sonntag, den 17. Juni nimmt die katholische Theologin und Religionspädagogin Magdalena Holztrattner in „Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen“ (7.05 Uhr) Stellung dazu, was Norden und Süden voneinander lernen können und wie Hilfe geschehen muss, um nicht zu entmündigen. Ab 9.05 Uhr spricht die Schauspielerin Susi Stach in den „Gedanken“ über ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe und die daraus resultierende Bereicherung für ihr Leben. In „Moment am Sonntag“ (18.15 Uhr) geht es dann um den humanitären Auslandseinsatz als Beruf mit Berufung. Wer ergreift diesen Beruf, um ihn vielleicht ein Leben lang auszuüben? Und wie sehr hat sich der Beruf in den vergangenen Jahrzehnten verändert?
Im Rahmen des „Ö1 Kunstsonntag“ bringen die „Tonspuren“ (20.15 Uhr) das Feature „Ich bin der, den jeder Politiker kennt.“ über den syrischen Flüchtling Omar Khir Alanam. Seine Flucht vor dem Assad-Regime führte ihn in den Libanon, die Türkei, nach Griechenland und durch Serbien, seit 2014 lebt er in Graz. Mittlerweile tritt Omar Khir Alanam bei Poetry Slams auf, hat eine Ausbildung zum Sozialbetreuer absolviert und ein Buch mit dem schlichten Titel „Danke!“ geschrieben. Ab 22.08 Uhr präsentiert Produzent Wolfgang Schlögl aka I-Wolf in „Zeit-Ton extended“ eine persönliche Auswahl von Musik von nach Österreich migrierten Künstler/innen und die Geschichten dahinter. „Radiokunst – Kunstradio“ bringt ab 23.00 Uhr „One Blanket lost“ der israelischen Künstlerin Meira Asher, die für ihre Radioarbeit jahrelang die Lebensgeschichten und Lebensumstände junger afrikanischer Frauen in Gran Canaria recherchiert hat.

Das Programm im Detail:

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