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ORF-DialogForum: „How to change the world“

Die Welt befindet sich im Umbruch. Politische Unruhen und ökonomisches Ungleichgewicht führen zu sozialen Verwerfungen. Die Demokratie und unsere Grundwerte sind bedroht. Aber es gibt nicht nur schlechte Nachrichten.
Unzählige Initiativen, Organisationen und Aktivisten setzen sich weltweit für den Frieden ein, schaffen neue Möglichkeiten in der Politik, Wirtschaft und Technologie und engagieren sich für das Gemeinwohl der Gesellschaft. Aber welche Fähigkeiten, Erfahrungswerte und Ressourcen braucht es dazu? Brauchen wir neue Allianzen, eine neue Haltung gegenüber dem Thema Verantwortung?
Diese und andere Fragen diskutierte im ORF-DialogForum in Kooperation mit der Webster Vienna Private University unter der Leitung von Klaus Unterberger (ORF-Public-Value) gestern Abend, am Dienstag, dem 9. Jänner 2018, eine ausgewählte Runde von internationalen Gästen. Im Mittelpunkt der englischsprachigen Debatte standen dabei vor allem die Diskussion, welche Fähigkeiten für Veränderungsprozesse erforderlich sind, sowie die Frage, welche Rolle den Medien dabei zukommt.
Doaa Al Zamel, eine junge Frau, die eine dramatische Flucht aus Syrien überlebt hat und Protagonistin des Buchs „Doaa – Meine Hoffnung trug mich über das Meer“ ist, unterstrich zu Beginn der Diskussionsrunde: „Ich selbst musste nach meiner Flucht auch immer wieder Erfahrungen mit Rassismus machen, dabei wurde mir klar, dass wir uns nicht darauf fokussieren sollten, was uns unterscheidet, sondern darauf, was uns verbindet.“
Karuna Parajuli, Anwältin, spezialisiert auf die Unterstützung von Frauen in Nachkriegskonflikten mit Fokus auf friedensbildenden Bemühungen, bezog sich auf die Wichtigkeit von Social Media in der Menschrechtsbewegung: „Durch die Neuen Medien gelangt man an eine Vielzahl von Informationen und die ganze Welt wird zum Publikum, was eine große Verantwortung mit sich bringt.“
Andreas Pfeifer, Ressortleiter Außenpolitik im ORF-Fernsehen, über die Aufgabe von öffentlich-rechtlichen Medien: „Es ist unsere Pflicht als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen, vor Krieg und Zerstörung geflüchteten Menschen wie Doaa Al Zamel eine Plattform zu bieten und ihre Geschichte zu erzählen und dafür zu sorgen, dass sie nicht in der aktuellen Nachrichtenlage untergehen.“
Heather Wokusch, Vortragende, Autorin und TV-Moderatorin: „Die Berichterstattung rund um die Flüchtlingsthematik kann in ihrem Umfang und der Qualität nur ein Medienunternehmen wie der ORF mit einem öffentlich-rechtlichen Auftrag und kein Privater leisten.“
Heba Essam El-Din El-Sayed, Medienexpertin, Journalistin und Dolmetscherin, resümierte über Veränderungsprozesse in der Gesellschaft: „Wer in der Welt etwas verändern will, muss zu seiner Einzigartigkeit stehen und darf nicht eine Kopie unter vielen sein.“
Christian Felber, Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie und des Projekts Bank für Gemeinwohl, Österreich, betonte: „Wir müssen hin zu einem Wirtschaftsmodell, das nach Menschenmaß funktioniert, basierend auf den Werten der Menschenwürde, Solidarität und Nachhaltigkeit.“
Das ORF-DialogForum ist eine Initiative des ORF, um das Gespräch mit seinem Publikum, den österreichischen Institutionen, den Organisationen und Gruppen der Gesellschaft zu beleben. Eine Aufzeichnung des ORF-DialogForums ist ab Freitag, dem 12. Jänner, auf zukunft.ORF.at abrufbar.
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